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Bienvenidos a México!! -Herzlich Willkommen auf meinem Blog!

Montag, 11.08.2014

   Mexiko

Herzlich WIllkommen auf meinem Blog. Hier werde ich, denke ich, hin und wieder mal reinschreiben, was ich so hier in Mexiko erlebe und ein paar Fotos hochladen. Ich bin zwar ziemlich faul, aber ich möchte, dass meine Freunde und Famili zumindest ein bisschen über mein Auslandsjahr auf dem Laufenden bleiben. Also: Bienvenida!

Ich bin jetzt seit drei Tagen hier in Mexiko! Es gefällt mir hier supergut. Alle sind hier total nett zu mir und es ist sehr, sehr schön hier! Das Wetter ist, zumindest tagsüber, richtig warm (ich denke so 25°,  30°). Abends kühlt es aber deutlich ab, sodass es auch für deutsche Verhältnisse über Nacht ziemlich kalt ist. Das liegt daran, dass Tlaxcala in etwa 3000 Meter Höhe liegt (hab ich mir sagen lassen). Ich bin so froh, dass ich ausgerechnet in diese Stadt gekommen bin. Tlaxcala ist eine superschöne Stadt, sehr alt, und sehr mexikanisch! Ich glaube, sie ist im spanischen Kolonialstil, aber ich bin mir nicht wirklich sicher.

Meine Stadt: Tlaxcala(aus Wikipedia)

Momentan bin ich sehr optimistisch mit meinem Auslandsjahr. Ich bin den ganzen Tag eingespannt. Das liegt vorallem daran, dass mein kleiner Bruder noch für einen Monat hier ist. Sein Name ist Martin, er ist 18 Jahre alt und wird für ein Jahr nach Brasilien gehen. Er ist sehr nett und wir machen jeden Tag etwas zusammen! Er stellt mir viele Freunde vor, zeigt mir die Stadt und heute hat er verucht, mir Salsa und Bachata beizubringen.
Mit dem Spanisch läuft er leider nicht so gut. Mit ihm und seinen Freunden rede ich hauptsächlich Englisch. Wenn sie Spanisch reden, verstehe ich nur einzelne Wörter, aber eigentlich verstehe ich sie nicht. Ich will Spanisch auch unbedingt lernen, und es wird ja empfohlen, nie Englisch zu sprechen, aber es ist so hart, weil ich einfach kein Sanisch kann! Deshalb fällt es mir auch sehr schwer, mich mit meinen Gasteltern und so zu unterhalten. Naja, soviel dazu...

Jetzt wollte ich ja eigentlich erzählen, wie die ersten drei Tage so waren. Natürlich war ich schon vorher sehr aufgeregt. Es war sehr stressig, weil man noch mal mit all seinen Feunden etwas unternehmen wollte und außerdem ja noch die ganze Arbeit hatte, sein Zimmer auszuräumen, seine Sachen zu packen und den ganzen Papierkram zu erledigen. Ich habe mit zwei Freundinnen, die ebenfalls ein Auslandsjahr machen, eine Abschiedsparty veranstaltet, die wirklich toll war! Wir drei haben von unseren Freunden ein Tshirt bekommen, auf dem beinahe jeder unterschrieben hat und insgesamt... Es war einfach super. Ich denke, es wird hart, sie alle ein Jahr lang nicht zu sehen. Vorallem habe ich Angst, den Kontakt zu verlieren und das alles.

Abschiedsparty

Als dann der Tag vor dem Abflug gekommen war, war meine größte Sorge jedoch einfach nur noch, dass ich Übergewicht in meinem Koffer habe. Ich habe viel rausgepackt, von dem ich jetzt wünschte, ich hätte es mitgebracht. Die Reise war dann doch sehr lang. Ich denke, ich war mindestens 15 Stunden unterwegs. Trotzdem war es erträglich. Ich habe viele nette Austauschschüler kennengelernt und ich habe mich sehr auf Mexiko gefreut. Schon auf der Fahrt vom Fluhafen von Mexiko City nach hause nach Tlaxcala konnte ich schon viele Eindrücke von Mexiko gewinnen. Es ist hier wirklich ein bisschen unorganisiert und unordentlich. Außerdem sieht man die Armut. Auf den Straßen gibt es viele Straßenverkäufer, die alles mögliche zu verkaufen versuchen. Als ich dann angekommen war, war ich echt total müde. Ich wurde sehr herzlich willkommen geheißen und gegen 6 Uhr (deutsche Zeit) konnt endlich dann endlich schlafen.

Am zweiten Tag konnte ich gleich nach dem Aufstehen eine sehr wichtige Erfahrung über Mexiko machen. Alles ist ständig kaputt! So wurde das Wasser in der Dusche einfach nicht warm, sodass ich letztendlich bei unserer Nachbarin, der Tante, duschen musste. Die Duschen, die ich bis jetzt hier gesehen habe, sind allesamt sehr alt und funktionieren eher notdürftig. Deshalb begann ich über die Dusche zuhause nachzudenken und dann wurde alles doch ein bisschen viel und ich wurde ein bisschen traurig. Als ich mich wieder erholt hatte, haben mein Bruder und ich mich mit zwei seiner besten Freundinnen getroffen. SIe waren beide sehr nett. Nachdem die eine gegangen war (oder besser gesagt gefahren, weil hier die meisten das Fahren schon mit 12 oder so lernen) zeigten mir die beiden anderen noch ein bisschen die Stadt. Erst haben wir Eis gegessen. Hier habe ich die nächste Erkenntnis über Mexiko gehabt, die ich echt mindesten 4 mal am Tag hier habe: Die Mexikaner tuen in ALLES Chilli. Sie trinken ihr Bier mit Chilli, sie essen ihre Süßigkeiten mit Chilli, Sie trinken ihren Tequila mit Chilli und, wie ich dann bemerkt habe, mischen sogar ins Eis Chilli! Weil ich ja die mexikanische Kultur kennenlernen wollte, habe ich mir das mexikanischste Eis gewünscht und landete letztendlich bei einem Chilli-Mango-Eis. Es war sehr, sehr scharf und irgendwann wurde es doch irgendwie eklig, obwohl ich versucht habe, mich darauf einzulassen.

Mango-Chilli-Eis??

Danach haben wir noch ein bisschen ein paar Mexikaner zugeguckt, die traditionell mexikansch gekleidet traditionell mexikanisch zu traditionell mexikanischer Musik getanzt haben. Danach waren wir im "palacio de gobierno". Dort war es sehr schön. An die Wände war die Geschichte der Tlaxtcaltecas gemalt (so heißen die Indianer von hier), von ihrem Leben und ihren Kämpfen bis hin zur Ankuft der Spanier und dem Erreichen der Unabhängigkeit. Ich habe nur ein Foto gemacht, aber ich denke, ich werde mal alles abfotografieren und hochladen, weil es wirklich total schön und interessant dort ist.

Tlaxcaltecas

Dannach besuchten wir noch die älteste Kirche Amerikas, die aber leider geschlossen war. Auf dem Weg sahen wir noch eine Stierkampfarena. Stierkampfe werden hier leider noch aus "´Traition" hin und wieder praktiziert. Das ist eines der wenigen DInge, die mich an Mexiko wirklich stören. In der Kirche war ich gestern auch noch, aber die Bilder stelle ich erst später rein. Der Teil, den man auf den Fotos sieht, ist im Freien, weil sich die mexikanischen Indianer meist nicht in die Kirch hinein zur Messe getraut haben. Also wurde diese im Freien abgehalten.

Älteste Kirche Amerikas Nochmal sehr tolles Foto mit Martin 

Gegen Abend haben Martin  und ich uns noch mit einer Freundin zum Kafee trinken getroffen. Es war sehr cool, weil wir haben auf sie auf einem Platz gewartet, der sehr beliebt bei Jugendlichen an Freitag-Abenden ist. Sobald Martin mich vorgestelt hatte, waren alle sofort total interessiert und ich war sofort der Mittelpunkt. Gleich der erste war total begeistert davon, dass ich deutsch war und wollte unbedingt (seitdem wir uns 20 Sekunden kannten) ein Foto mit mir! Das war irgendwie sehr lustig. Alle waren total begeistert, dass ich ein Jahr hierbleiben werde. Auch hier hab ich eine wichtige Erfahrung machen können. Die Mexikaner geben anders Komplimente als wir. Hier ist es freundlich und normal, am laufenden Band Komplimente zu machen, egal, ob sie war sind oder nicht. So habe ich, obwohl ich ungeschminkt war und total fertig aussah, jede Menge Komplimente eingesackt und der, der das Foto mit mir haben wollte, ist fest entschlossen, mich zu heiraten. Hier sind alle ein bisschen verückt, aber ich finde, im positiven Sinne. Die meisten sind hier überhaupt nicht schüchtern oder verklemmt und machen sher viele verrückte Dinge wie zum Beispiel in Unterwäsche im Stadtzentrum raumlaufen, um eine Challenge zu gewinnen. Das ist wirklich sehr lustig! Dann Haben sie mir noh Süßigkeiten geschenkt und gesagt, dass sie mich total vermissen werden und ja, sie waren einfach sehr nett.

Auch das Kafeetrinken war schön. Es war ein bisschen ruhiger und die Freundin war sehr nett. Danach hat sie uns noch in einen Pub begleitet, in dem wir mit Freunden verabredet waren. Ja, man merkt vielleicht, dass ich hier echt ziemlich verplant bin, weshalb ich erst jetzt mit meinem Blog anfange. Martin kennt hier so viele Leute, dass wir alle zehn Meter anhalten, weil er irgendwen begrüßen muss. HIer ist es üblich, dass man sich zur Begrüßung auf die Wange küsst. Und gleich am ersten Tag habe ich soviele Leute kennengelernt, dass ich mich an nahezu keinen Namen erinnere.

Naja, dass war der erste richtige Tag. Ich denke, ich lade das hier erstmal hoch, bevor das irgendwie verloren geht. Sorry, dass es so viel geworden ist. Es ist mir jetzt zu anstregend, dass alles noch mal auf Tipp-Fehler zu kontrolieren, ich hoffe, dass hat nicht zu sehr gestört. Respekt, dass du bis hier in gelesen hast! Ich werde vielleicht jetzt, vieleicht auch morgen noch aml mehr schreiben und mehr Fotos schicken, wenn ich die Zeit dazu finde. Ich genieße es hier sehr und kann nur jedem empfehlen, auch ein Auslandsjahr zu machen.

Ankunft

Und hier noch mal ein Foto von der Nacht, in der ich angekommen bin zusammen mit meinem neuen Bruder Martin. Ich wollte es nicht als allererstes hochladen, weil ich darauf total fertig aussehe.

Hasta luego! -Rebekka

Der dritte Tag - Besuch der ältesten Kirche Amerikas

Dienstag, 12.08.2014

Am dritten Tag kamen zwei sehr gute Freunde von Martin zu Besuch. Der eine war etwas verrückt, aber beide waren sehr nett. Leider ist die eine nur über die Ferien hier. Sie hat mich aber in ihre Stadt (der Name fällt mir gerade nicht ein) eingeladen und sagt, wenn ich sie besuchen komme, gibt sie mir eine ganz persönliche Spezialtour. Meine Familie sagt wahrscheinlich besuchen wir sie wirklich. Wir gingen zu viert in einen Park. Dabei wurden wir immer mehr. Dann gingen wir alle zusammen Kaffee trinken (dass ist hier bei Jugendlichen wirklich sehr beliebt. Sie luden mich ein und waren auch sonst sehr nett. Nach dem Kaffetrinken verabschiedeten sich einige von uns und der Rest ging ins Hotel (meine Familie besitzt ein Hotel). Dort haben wir noch schnell ein Fotot für meinen Blog gemacht:

Im Hotel

Ich denke, ich werde mal ein paar Fotos vom Hotel hochladen, weil es wirklich schön ist und einen tollen Garten hat. Ich wollte sowieso mal sowas wie ne "Roomtour" hier hochladen, damit ihr so sehen könnt, wie ich so lebe.

Naja, jedenfalls sind wir danach zu dieser Kirche gegangen, von der ich schon erzählt habe (älteste Kirche Amerikas). Ich habe gar nicht soviel Zeit, deshalb lad ich glaub ich einfach nur die Bilder hoch und sag nicht viel dazu.

Der Markt Wir auf dem Weg zur Kirche Immernoch auf dem Weg zur Kirche Vor so nem Bogen (ich glaube, das ist schon ein Teil der Kirche) In der Kirche Kirche Von diesen Dingern gabs in der Kirche richtig viele Ich mit dem toten Jesus (nein, ich hatte da überhaupt keine angst :D) Ich mit Martin und Jesus Immernoch in der Kirche... Alles ist da total golden Der Altar Die Kirche ist schon ziemlich beeindruckend! Ziemlich verstörende Jesus-Puppen Die Kirche von außen (wow) Martin lächelt nie auf Fotos Und wir gehen wieder weg von der Kirche

Nach der Kirche besuchten wir noch eine Art Lokal, wo wir Poolbilliard gespielt haben und ich ein paar Nachos probieren konnte.

Superaussicht Hermanos Aussicht Pool Nachos con amigos Kunstwerk  Mit Martin

Außerdem sagten sie mir an dem Tag, dass wir jetzt Freunde sind und wann immer ich Lust hab, etwas zu unternehmen, soll ich anrufen. Das war wirklich sehr lieb. Gestern war ich auch bei einem zuhause, aber das schreib ich wann anders.

Danach sind wir noch an einer Statue von einem indinischen Krieger vorbeigegangen.

Ich mit dem indianschem Krieger Wir mit dem indianischen Krieger

Zuhause spielten wir noch ein bisschen mit Rokko. Er war ein Straßenhund, den die Familie adoptiert hat. Er ist zwar sehr wild, aber total lieb.

Wir im Garten zusammen mit Rokko Martin spielt mit Rokko Rokko ist wirklich sehr wild und verspeilt

Abends war ich dann noch auf einem Familienessen mit Martin und meiner Gastmutter. Es waren echt viele da und ich denke, dass war eines von diesen mexikanischen Familientreffen. Wieder einmal habe ich die Bessenheit der Mexikaner von Chillis erfahren. Als wir aufgegessen haben, sind wir Jugendlichen noch hoch in das Zimmer von der einen gegangen. Sie werden auch auf meine Schule gehen, was ziemlich cool ist. Die Schule beginnt übrigens nächsten Montag. Gegen 2 Uhr bin ich dann totmüde ins Bett gefallen. 

Tag 4 - Indianisches Ritual und Wiedergeburt

Dienstag, 12.08.2014

Sonntag war ein bisschen entspannter. Ich konnte (einigermaßen) ausschlafen und gegen Mitag sind wir dann ins Hotel gefahren. Dort steht nämlich eine Temazcal. Das ist so eine Art Sauna der Indianer Mexikos.

  Temazcal

Für die, die es ganz besonders interessiert, habe ich hier noch mal den Link von Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Temazcal

Naja, wir trafen uns da jedenfalls mit vielen Freunden und Familienmitgliedern, die ich auch schon vom Abendessen am Tag zuvor kannte.

Außerdem war ein Mann da, dessen Job es ist, indianische Rituale durchzuführen. Mit ihm zusammen grüßten wir die Sonne, indem wir sie in alle Himmelsrichtungen den römischen Gruß machten. Weil der römische Gruß in Deutschland während des Nationalsozialismus als Hintlergruß galt, habe ich stattdessen die linke Hand genommen. Das Ritual stellte so etwas wie die Geburt da. Wir krochen rückwärts in die Temazcal, um danach wie bei einer Geburt wieder rauszukommen.

In der Temazcal waren wir 15 Leute, sodass es doch sehr eng wurde. Innendrin erzählten manche von ihren Problemen, weinten, "reinigten sich von ihren Problemen" und sprachen eine Art Gebet, wobei ich nur Wörter wie Erde, Sonne und Wasser aufschnappen konnte.

Es war wirklich sehr heiß innendrin. Zwischendurch verteilten wir Kräutermischungen, Honig und andere Naturprodukte auf unserer Haut. Manchmal kippte der Ritualmann Wasser (Tee) über uns, was sehr gut tat, weil die Hitze wirklich stark war. Außerdem war es ziemlich cool, dass diejenigen, die nicht mit reingegangen waren, währendessen von außen mit Trommeln und ähnlichen indianischen Instrumenten spielten. Mit der Zeit verließen dann immer mehr die Temazcal, weil sie die Hitze nicht länger aushielten. Immer wieder dachte ich, wir würden nicht durchhalten, doch am Ende (nach ungefähr 2 Stunden) waren ich, Martin und noch ein Freund die letzten. Wir waren wirklich sehr stolz auf uns! Nächste Woche oder so (ich habe nicht ganz verstanden, was meine Gastmutter gesagt hat, weil mein Spanisch wirklich nicht so gut ist) werden wir nochmal zusammen mit unseren (jungen) Freunden gehen. irgendwie freue ich mich auch darauf, obwohl es denke ich auch wieder eine Herausforderung sein wird.

Black&White -> TWINS! vorher: Nachher Die Temazcal Geschafft! Indianische Instrumente Mein neuer Hund: Paprica Ich weiß, ich seh auf dem Bild doof aus, aber iwie ist es trotzdem süß

 Eigentlich hat auch eine Bilder gemacht, während wir in der Temaxcal waren, dann hat sie aber gesagt, dass sie darauf hässlich aussieht, sodass ich diese Bilder leider nicht habe. Das nächste mal werde ich aber welche machen.

Danach waren wir alle sehr entspannt und unsere Haut war sehr weich.

 

Die ersten zwei Wochen

Sonntag, 24.08.2014

 In den letzten Tagen und Wochen hatte ich quasi überhaupt gar keine Zeit. Deshalb komme ich erst heute wieder dazu, ein bisschen über mein Leben als Austauschschülerin hier in Mexiko zu berichten. Allerdings denke ich nicht, dass ich die Zeit dafür hab, besonders viele Sachen detailliert zu erzählen, weshalb wohl die Bilder reichen müssen.

         Der Mann in der Mitte ist übrigens mein Rotary-Betreuer Basketball (wir haben verloren)  Jungs, die immer Kämpfen müssen Stromzäune, Stacheldraht, hohe Wände und Zäune, Hunde Zum Schutz gegen Einbrecher (Zaun ist elektrisch geladen) Zu siebt in ein Auto gequetscht Essen Nochmal essen M für Mochilas  MM Mochilas Gang MM Mochilas con su mochila Mochilas hat unsere Namen auf chinesisch aufgeschrieben 

Dazu nur: Ich habe einen anderen Austauschschüler kennengelernt. Er kommt aus Taiwan und sein Name ist total nicht aussprechbar. Weil er einfach alles in seiner Tasche hat, ist jetzt sein neuer Spitzname Mochilas (spanisch für Tasche). Wir haben zusammen mit unseren Freunden rumgehangen und viel Spaß gehabt.

Ich in einem typisch mexikanischem Restaurant Mit meiner Mutter und meiner Schwester 

Ich habe hier schon einiges über die mexikanische Küche gelernt:

  • fast alles ist irgendwie aus Mais (tortillas, Tacos, Enchiladas usw.)
  • es wird unglaublich viel Fleisch gegessen
  • die Mexikaner packen auf ALLES Limetten und Chilli
  • deshalb ist das Essen hier immer scharf
  • das einzige "Brot", was die hier kennen oder es hier zu kaufen gibt ist ein labberiges Weißbrot
  • und Zwieback, was allerdings für mich kein Brot ist
  • kurz gesagt: Die Esskultur ist hier wirklich ziemlich anders,das meiste schmeckt aber (einigermaßen)

 

Dann habe ich an zwei Tagen Huamantla besucht. An sich ist es eine schöne Stadt, allerdings ist es (laut Wikipedia) ein mexikanisches Zentrum für Stierkäpfe, was ich echt abscheulich finde.

Bei meinem ersten Besuch in Huamantla fand gerade das Fest "La noche que nadie duerme" statt. Hierbei erden die Straßen der gesamten Stadt mit Mustern aus gefärbtem Sägemehl gepflastert werden. Weil ich nicht so viel Speicherplatz hier habe, kann ich leider nicht so viele Fotos von diesen schönen Mustern zwigen, aber ich habe hier den Wikipedialink: http://es.wikipedia.org/wiki/Noche_que_nadie_duerme und wer Fotos sehen will muss einfach den Namen des Festes als Suchbegriff bei Google eingeben und dann kommen ganz viele Bilder der verzierten Straßen.

So werden die Muster gemacht Ich durfte auch mal mithelfen Ein Muster von vielen Der Weg zur Kirche Aus Sägemehl gestreute Kunstwerke Das dafür typisch traditionelle Festbrot Mariachis Am Ende zerstören dieser Maria-Wagen und eine Horde von Gläubigen die Muster wieder

Das zweite Fest war leider nicht so schön. Um ehrlich zu sein war mir sogar die ganze Zeit halb zum Heulen zumuten. Bei diesem Fest handelte es sich nämlich um die Huamantlada. Hierbei wird ein Teil der Straße abgeriegelt und dahinter Zuschauertribünen aufgebaut. In dieser Straße standen zunächst über Stunden eingepferchte Bullen, die in ihren Boxen nicht einen Schritt machen konnten. Schon bevor es eigentlich los ging, wurden sie die ganze Zeit von Zuschauern belagert, es war unerträglich laut und die armen Tiere waren riesigem Stress ausgesetzt. Immerhin geht es bei diesen sogenannten Volksfesten, den Stierläufen, nicht darum, die Tieren wie beim Stierkampf, zu verletzten und zu töten, allerdings versetzt man sie total in Panik und behandelt sie derartig respektlos und falsch... Ich kann nicht verstehen, wie sich das soviele Menschen ansehen können -und dabei auch noch Spaß zu haben. Als also die Käfige geöffnet wurden, versuchten ein paar ganz mutige (ausschließlich Männer) sich immer wieder in die Nähe der Bullen zu wagen, die aber gar nicht aggresiv, sondern nur total verängstig waren. Man zog ihnen am Schwanz und bewarf sie mit Bier und ich fand es einfach nur grässlich. Meine Freunde sagten mir, alle gingen nur hierhin, um jemanden bluten zu sehen, aber nichtmal das passierte, sodass in den Augen aller diese Huamantlada sehr langweilig war. Vor ein paar Jahren haben meine Freunde hier auf den Straßen jemanden sterben sehen, sie meinten, dass wäre der beste Stierlauf von allen gewesen. Ich konnte der ganzen Sach zwar keinen Spaß abgewinnen, nutzte aber die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, wie ekelhaft das alles ist und ich ich glaube, dass sie jetzt immerhin ein bisschen anders über diesen "Stiersport" denken.

   Die verbarikadierten Straßen Zusammen mit Freunden Hab von der Familie eine Flasche Tequila bekommen (musste sie aber gleich wieder an jeden ausschenken)

Insgesamt haben die Tiere hier nicht so viele Rechte. Es gibt hier enorm viele Straßenhunde, allerdings kann man sich aber auch an jeder Ecke einen in einen winzigen Käfig gepferchten Welpen kaufen. Diese tuen mir ganz besonders leid, weil sie ohne Gesellschaft, Kissen, Trinken oder sonst was oft stundenlang in ihrem Käfig in der Sonne rumliegen. Oftals sind die Kleinen noch viel zu jung und müssen meiner Meinung nach noch definitv bei ihrer Mama sein. Die Straßenhunde werden von manchen hier als Problem angesehen und ich glaube, es ist legal, sie einfach abzuschlachten. Allerdings sehen sie nicht abgemagert oder krank aus. Immerhin.

Am Abend nach der Huamantlada waren meine Familie und ich noch in so einem Tanzclub, wo ich schon ein bisschen angefangen habe, Salsa und andere lateinamerikanische Tänze zu lernen. Meine kanadische Austauschfreundin und ich wollen später einen Kurs machen.

Im Tanzclub (wo Salsa und ähnliches getanzt wird) 

Die ersten zwei Wochen - Teil 2

Dienstag, 26.08.2014

Irgendwie bin Blogeintrag eigentlich noch gar nicht fertig gewesen, aber hab ihn aus versehen trotzdem hochgeladen. Deshalb kommt jetzt noch mal der Rest meiner letzten 2 Wochen.

Leider bin ich nicht mehr ganz so oft dazu gekommen, Fotos zu machen und ehrlich gesagt erlebe ich hier soviel, dass ich das meiste davon wieder vergesse.

Kaffee trinken

Hier in Mexiko ist es total verbreitet unter den Jugendlichen, zusammen Kaffee trinken zu gehen. Ich war hier schon echt oft Kaffeetrinken, nur habe ich leider kaum Fotos.

Karaoke

Auch Karaoke ist hier ziemlich verbreitet. Zusammen mit vielen anderen Jugendlichen waren wir an einem Freitag in einer Karaokebar. Eigentlich sind solche ab 18, aber in Mexiko wird das nicht so streng gehandhabt wie in Deutschland. Eigentlich kommt man auch ohne Pass und Volljährigkeit überall rein. Auch meine Freundin Morgan, eine Austauschschülerin aus Kanada, die auf meine Schule geht, war mit dabei in der Karaokebar und wir versuchten auch selbst, zu singen, allerdings kannte ich das Lied überhaupt nicht, weshalb alles ein bisschen aus dem Ruder lief und es sich am Ende einfach nur noch grausam anhörte.

Das erste Rotary-Meeting

Das erste Rotary-Meetig war wirklich sehr lustig. Hier lernte ich den letzten Austuschschüler unseres Clubs kennen, sein Name ist Gabriel und er kommt aus Brasilien (der Junge in weiß in der Mitte). Daneben die beiden anderen Austauschschüler, die ich schon kannte und mit denen ich mich schon ziemlich gut angefreudet hatte: Der Taiwanese "Mochilas" und die Kanadierin Morgan. Ganz rechts steht mein Bruder Emanuel, der zusammen mit meinem anderen Bruder Martin (ganz links) nach Brasilien gehen wird. Das Mädchen neben mir ist meine neue Schwester Carolina, aus meiner zweiten Familie, mit der ich auch richtig zusammen leben werde. Ich kann die ganze Gruppe echt ziemlich gut leiden, und natürlich haben wir -typisch Rotary- dann erstmal Pins ausgetauscht. Ich bin mit meinen insgesamt ungefähr 450 Pins dafür bestens ausgestattet, obwohl mir klar ist, das ich damit wohl ein bisschen übertrieben habe. Unter meinen Pins habe ich auch so süße kleine Deutschlandflaggen (dafür danke, Mama :D) und ganz speziell für den Brasilianer, haben wir eine davon auch noch ein bisschen verschönert:

7:1 - Deutschlandpin seven-one mit seinem Pin

Seitdem trägt Gabriel den Spitznamen "Seven-One". Der ganze Abend war wirklich sehr lustig und ich freue mich schon auf die nächsten Meetings. Dieses Wochenende wird jedoch noch etwas viel besondereres! Es findet nämlich die erste Orientation für mein Distrikt statt, wo ich endlich all die anderen Austauschschüler kennenlernen werde. Wir fahren in einen Adventure-Park und das von Freitag bis Sonntag!

Morgans 16. Geburtsag

Am Wochenende waren wir dann auch nochmal mit vielen Mexikanern und den beiden Austauschschülern Morgan und Seven-One aus. Leider konnte Mochilas wegen irgendetwas nicht dabei sein. Wir feuerten nämlich in Morgans 16. Geburtstag rein, und nach einer kurzen Schlafpause trafen wir uns auch noch mal tagsüber mit ihr, um ihren Geburtstag zu feiern.

Morgans Geburtstag - tagsüber

Allerdings sieht man im Hintergrund die riesige Stierkampfarena, die mich jedes mal total traurig und wütend macht. Ich finde das einfach nur abartig!

Die Geschichte der Tlaxtecas

Auch zeigten wir den beiden anderen nochmal das wunderschöne Haus, welches wie ich ja schon mal geschreiben habe, mit der Geschichte der Tlaxtecas bemalt ist. Leider bin ich immer noch nicht dazu gekommen, die mal abzufotografieren und hier reinzuladen, aber das werde ich noch, weil das echt superinteressant ist. Versprochen!

So, ich denke, dieser Blogeintag ist jetzt lang genug, vorallem weil ich jetzt keine Fotos mehr habe. Von der Schule erzähle ich lieber im nächsten Blogeintrag, damit das alles hier nicht zu viel und total langweilig wird.

Zum Schluss wollte ich nur nochmal sagen, dass ich richtig glücklich bin, hier zu sein! Ich denke, dass ich eine unglaubliche Chance, und man erlebt so viel neues, dass ich es echt jedem empfehlen kann, wenn er die Möglichkeit hat, diese auf jeden Fall zu nutzen. Klar, irgendwann wird man auch mal Heimweh haben, aber es ist so viel spannender und aufregender, einmal eine Zeit soweit weg von seinem Zuhause und seinem Leben dort zu verbringen. Und auch von meinen anderen Austauschfreunden höre ich so viel Gutes und es ist auch interessant für mich, deren Blöcke zu lesen, weil man so auch über andere Länder etwas lernt, zum Beispiel das Moritz in Chile eine Bettheizung hat, was mich echt verdammt eifersüchtig macht, weil sich das total gemütlich anhört! Wie auch immer, ich habe dieses schönen Spruch gefunden, der meiner Meinung nach super passt:

Exchange isnt a year in your life its a life in a year

Ganz ganz liebe Grüße an meine Freunde und Familie zuhause, ich hab euch lieb und versuche, euch nicht ganz so sehr zu vermissen.

Rebekka

Erster Monat um

Sonntag, 07.09.2014

Jetzt bin ich schon über einen Monat hier und immernoch gefällt es mir sehr gut. Leider ist mein Bruder vor ungefär einer Woche nach Brasilien abgereist, weshalb jetzt alles anders ist und ich mehr Zeit habe. An seinem letzten Tag haben seine Freunde für ihn eine kleine Party veranstaltet, wo ich schon wieder viele nette Leute kennenlernen konnte und bei denen ich hoffe, das wir vielleicht richtige Freunde werden können.

Martins Abschiedsparty Wir hatten viel Spaß!

Dann, am Wochenende, hatte ich endlich meine erste Rotary-Orientation. Hier trafen sich all die Austauschschüler aus unserem Distrikt. Sie kamen aus den unterschiedlichsten Ländern (obwohl es echt viele Brasilianer gab und auch die Deutschen waren nicht wenige) und fast alle waren sehr nett.

So viele unterschiedliche Länder

Auf dem Foto sieht man einen Teil von ihnen (ich bin übrigens die hinter der Australienflagge rechts unten und halte (natürlich) eine Deutschlandflagge). Wir waren das ganze Wochenende über im Beraka Adventure Park, der allerdings auf seiner Internetseiten vielleicht ein klitzkleines bisschen übertrieben hatte. Zwar gefiel es mir sehr gut, die ganzen Austauschschüler kennenzulernen, allerdings mussten alle Mädchen eingequetscht in einem einzigen kalten, nassen und dreckigen Raum eigezwengt schlafen, was irgendwie unangenehm war, vor allem, weil man uns nicht gesagt hatte, dass wir Matratzen mitbringen sollten, weshalb wir alle nur auf unserem dünnen Schlafsäcken auf dem hartem Boden schlafen mussten. Wie auch immer, das Programm war eigentlich ganz lustig, an einem Abend haben wir uns beispielsweise alle typisch für unser Land verkleidet getroffen und jedes Land musste etwas vorführen, und es endete dann mit einer Poolparty. Allerdings ging ich nicht ins Wasser, weil ich schon seit zwei Wochen ein bisschen angeschlagen bin mit Halsschmerzen/Husten.. Trotzdem hatten wir jede Menge Spaß. Auch hatte ich die Möglichkeit, Paintball zu spielen, wo mir mal wieder die krassen Unterschiede zu Deutschland aufgefallen sind. Während in Deutschland Paintball ab 18 ist, spielen das hier schon kleiner Kinder! Und während in Deutschland meist viel Schutzausrüstung benutzt wird, trägt man hier nur seine Bade- oder Sommersachen und dazu eine dünne Weste. Immerhin ist die Schutzmaske Pflicht. Weil wir so viele waren, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, die nacheinander spielen durften, Da ich ich in der zweiten Gruppe war, musste ich das erste Spiel erst abwarten. Schon während des Wartens zeigten mir viele ihre über die Zeit durch Paintball entstandenen Narben und Verletzungen und als dann auch noch ein Mädchen blutend mit einer tiefen Schusswunde im Arm Zeit zitternd hinter einer Mauer verkroch und nur hin und wieder ins Blaue schoss, weil ich viel zu ängstlich war, um genauer hinzugucken. Außerdem wollte ich auch eigentlich niemandem so weh tun, weil ja niemand so viel Schutzausrüstung trug. Naja, immerhin war ich mutig genug, um das ganze Spiel auszuhalten und nicht schon früher schreiend aus der Arena zu rennen (obwohl mir ab und zu dananch war). Mein letztendlicher Fazit ist jedenfalls, dass ich denke, dass mit ausreichender Schutzausrüstung Pantball wiklich Spaß machen könnte, allerdings mit der Gefahr (und Angst) sich und andere wirklich ernsthaft zu verletzten, dass eher doch kein Spiel für mich ist. Trotzdem bin ich stolz auf mich, dass ich es immerhin versucht habe und falls sich mal die Gelegenheit ergibt, mit ausreichenderSchutzausrüstung zu spielen, bin ich auf jeden Fall dabei! Die zweite große Atraktion war eine sehr coole Rutsche, mit der man echt superschnell war und die ich mehrfach ausprobiert habe. Für die, die es interessiert, hier ist der Link zu der Seite vom Adventure Park, wo auch ein Minivideo von der Rutsche ist.

http://www.beraka.com.mx/beraka/index.php

 

  Ich mit den Austauschschülern aus meinem Club

Außerdem war das Wochenende eine tolle Möglichkeit, sich noch besser mit den anderen Austauschschülern aus meiner Stadt / und meinem Rotary Club anzufreunden. Hier ist noch mal ein Foto von uns vieren. Rechts Mochilas aus Taiwan, daneben Morgan aus Kananda, dann ich und ganz rechts Gabriel (von mir spaßhaft auch Seven-One genannt) aus Brasilien. Wir verstehen uns alle echt gut und unternehmen viel zusammen. Wir wollen zum Beispiel zu viert anfangen, Salsa zu lernen und gestern waren wir auch zusammen im Zoo!

Wir im Zoo

Meine Schwester Carolina kam auch mit und es wurde echt lustig. Mit Seven-One machten wir viele Witze darüber, dass man in Brasilien ja gar nicht in den Zoo gehen müsste,um Löwen, Tiger und Affen zu sehen und wir hatten jede Menge Spaß.

Wir 4 mit meiner Schwester

Schon in der Nacht zuvor hatte ich bei Morgan übernachtet und auch nach dem Zoo sind wir alle (bis auf Seven-One, weil der leider keine Zeit mehr hatte) zu Mórgans Haus zurückgekehrt und haben irgendso einen amerikanischen "Kuchen" gemacht (einfach Süßigkeiten geschmolzen und über Reiscornflakes gekippt) und danach noch ein sehr leckeres Bananenbrot. Wir wollen uns auch ab und zu mal treffen, um uns gegenseitig mit typischen Gerichten aus unserem Land zu bekochen. Ích hatte schon das Glück, Morgans Pancakes mit (natürlich) Ahornsirup (original aus Kananda) probieren zu können und es war echt superlecker! Sie hat uns auch eigeladen, mit ihr Thanksgiving zu feiern und war total überrascht, dass der Rest der Welt (außer natürlich die USA) dieses Fest nicht feiert. Obwohl mir das mit dem Truthahn echt nicht gefällt, freue ich mich, ein Stück Kultur aus ihrem Land mitzunehmen und auch auf den Kürbiskuchen, weil sie echt gut kochen kann. Gestern abend war ich dann wieder in der Temazcal (diesmal mit Morgan zusammen und auch ihr hat das ganze mexikanisch-indianische Zeug megagut gefallen). Es war dann auch nicht so heiß und voll wieletztes mal, sodass ich ziemlich stolz auf mich war, weil ich echt gut durchgehalten habe und das kalte Wasser eigentlich gar nicht gebraucht habe (anders als die anderen). Ich bin zwar kein großer Saunagänger, aber die Temazcal gefällt mir echt gut. Meine Mutter plant auch schon das nächste mal und dann werden alle Austauschschüler (und vielleicht ein paar Freunde von mir) dabei sein.

Was gibt es sonst noch zu erzählen? Ich war mit ´Morgan im Kino und wir haben Hercules geguckt und obwohl wir extra einen Film mit viel Gewalt und wenig Inhalt gewählt haben, haben wir so ziemlich gar nichts verstanden.

Morgan und ich im Kino

Allerdings haben mich zwei gute Freundinnen eingeladen, in einen mexikanischen Film zu gehen, der darum handelt, dass ein Mexikaner nach Deutschland kommt und nur Spanisch spricht und sich dort mit Zeichensprache mit einer deutschen Frau anfreundet. Darauf freue ich mich schon sehr! Ich stell hier mal den Link von dem Trailer rein, damit ihr euch das besser vorstellen könnt. Ich denke, dort werde ich deutlich mehr verstehen.

http://www.goldhamsterfilm.de/projekt_ramon.html

 Außerdem hat unsere Familie Zuwachs bekommen. Seit ungefähr einer Woche lebt die kleine Juja bei uns. Ihr Besitzer hat für ein paar Monate keine Zeit für sie, weshalb sie für diese Zeit mit uns lebt. Als sie angekommen ist, war sie total unterernährt, aber jetzt hat sie schon ein bisschen zugelegt und ist total glücklich hier bei uns.

Hübsch auf ihre eigene Art und Weise (aber total abgemagert) Total mexikanisch: Chihuahuas und Frida Kahlo

Ansonsten habe ich noch in der Nacht so eine Treppe besucht, von der aus man die ganze Stadt sehen kann. Das habe ich wirklich sehr genossen.

Wunderschöner Ausblick

So, ich denke, das war jetzt alles, was mir so gerade einfällt. Naja, das letzte, was ich jetzt vielleicht noch erzählen könnte ist, dass wir (die Austauschschüler) uns auf irgend so einer Art Kaktus (total typisch für Mexiko) verewigt haben. Der erste Monat war echt super für mich und ich bin wirklich sehr glücklich hier. Ich bin froh, dass ich die Entscheidung getroffen habe hier her zu kommen und ich habe fast gar kein Heimweh. Mir geht es gut hier und ich hoffe, dass das auch für den Rest des Jahres so bleibt!

EXCHANGE <3

Die Schule

Montag, 08.09.2014

Ich wollte euch auch ein bisschen an meinem Schulleben teilhaben lassen, also kommt hier jetzt ein ganz kurzer Eintrag zu meiner Schule.

Das Wappen

Das ist meine Schule: Instituto Morelos. Das Logo ist auf jeder Schuluniform drauf.

Die Schuluniform

Das ist ein (etwas unglücklich geschossenes) Foto von mir in meiner Schuluniform. Ich mag sie nicht so sehr, weil sie durch den (übrigens viel zu langen) Rock meinen Bauch richtig groß wirken lässt und ich Röcke eigentlich sowieso nicht so gern mag und Hosen bevorzuge. Außerdem ärgere ich mich über die weißen Socken, weil die einfach richtig schnell dreckig werden und dazu auch noch nicht ganz so mein Geschmack sind. Naja... Es ist halt eine andere Kultur...

Meine Klasse

Das ist meine Klasse (ich bin ganz vorne die dritte von links). Die sind alle richtig nett und versuchen, mir zu helfen, so gut sie können. Viele können zwar beinahe gar kein Englisch, aber ich denke, das ist gut für mich, weil ich ja schließlich Spanisch lernen muss.

Die Austauschschüler meiner Schule und Martin

Und das sind die anderen Austauschschüler, die auf meine Schule gehen. Ganz links steht Karine aus Belgien. Sie lebt zwar auch in unserer Stadt, aber sie hat einen anderen Rotary-Club und ist älter als wir anderen und gehört irgendwie nicht in unsere Austauschclique. Trotzdem sind wir befreundet und wir verstehen uns alle gut mit ihr! Daneben meine Freundin Morgan (Kanada). DIe anderen beiden Ausschschüler aus unserer Stadt gehen auf andere Schulen. Daneben steht mein Bruder Martin, der einen Tag ausnahmsweise auch in die Schule mitkommen durfte. Und ganz rechts stehe ich in meiner Sportuniform.

Ich bin sozial in der Schule richtig gut aufgehoben und es gibt immer viele, die mit mir die Pause verbringen möchten, sodass ich mich manchmal sogar ein bisschen schlecht fühle, wenn ich von einer Person zu einer anderen gehe und so. Außerdem laden mich viele zu Verabredungen ein!

Mit dem Untericht läuft es leider nicht ganz so gut. Natürlich verstehe ich kaum was, weshalb der Unteriht ensprechend langweilig für mich ist. Das eigentliche Problem jedoch ist, dass manche Lehrer von mir erwarten, dass ich beispielsweise all die Hausaufgaben mache, was für mich praktisch unmöglich ist, weil ich ja schon die Aufgabenstellung nicht verstehe und auch wenn ich sie verstehen würde könnte ich mit meinem Spanisch kaum etwas ausdrücken. Ich weiß noch nicht, wie sich das Problem lösen lässt, aber es belastet mich kaum. Ebenfalls doof ist, das manche Lehrer eine Beteiligung am Untericht erwarten, die ich nicht aufbringen kann, weil ich dem Untericht nicht folgen kann. Hier müssen die Schüler richtig viel auf-und abschreiben, was für mich schon schwierig ist, weil das Tempo eine Herausforderung ist. Bei diktierten Texten versage ich dann völlig.

Was ich einfach nicht verstehe ist, warum ich das alles lernen muss, wenn ich das Jahr doch sowieso in Deutschland nochmal mache und ich auch nicht aufgrund der Schule nach Mexiko gekommen bin, sondern um die Kultur und die Menschen hier kennenzulernen. Ich sehe ein, dass ich zur Schule kommen muss, weil ich hier ja das Leben ín Mexiko sehe und auch soziale Anschluss finde, aber warum ich all den Schulstoff wissen muss? Und ich habe auch nicht so viel Zeit, um so viel für die Schule arbeiten zu können. Klar, ich könnte den ganzen Tag mit Hausaufgaben verbringen, aber das ist doch nicht der Sinn eines Auslandsjahres! Ich muss doch rauskommen um alles kennenzulernen.

Eigentlch muss ich über dieses Wochenende vier beidseitig bedruckte Aufgabenblätter für Mathe machen, für die schon jemand, der die Aufgaben versteht und machen könnte ungefähr vier Stunden benötigen würde. Morgen versuchen mir noch mal ein paar Mitschüler zumindest ein bsschen zu erklären, aber alles in allem ist das alles echt doof für mich. Ich hoffe, mein Mathelehrer wird das irgendwie verstehn können.

Ups, das hört sich jetzt alles so negativ an, obwohl ich eigentlich ganz zufireden mit der Schule bin. Ich krieg das schon alles irgendwie hin. Der Blogeintag ist jetzt auch schon ein bisschen länger, als ich mir das vorgestellt habe, also höre ich jetzt lieber mal auf, bevor es total langweilig wird.

 

 

1. Quartalsbericht

Dienstag, 07.10.2014

 

Weil ich ja alle drei Monate einen Bericht für die Rotarier verfassen muss, dachte ich mir, dass dieser vielleicht auch interessant für einige von euch sein könnte, insbesondere, weil ich ja sonst nicht so viel Zeit hab, um viel in den normalen Blogeiträgen zu berichten. Also, viel Spaß damit!

 

1. Quartalsbericht

 

Liebe Rotarier, liebe Freunde,

ich bin jetzt schon seit über eineinhalb Monaten hier und hatte bis jetzt eigentlich überhaupt kein Heimweh. Das liegt daran, dass es mir hier einfach total gut geht und ich hier sehr glücklich bin. Ich bin auch echt froh, dass ich ausgerechnet nach Mexiko geflogen bin, weil die Mexikaner sehr offene und nette Menschen sind und sich ihre Kultur wirklich sehr von unserer unterscheidet. Manchmal vermisse ich Kleinigkeiten aus Deutschland wie zum Beispiel das deutsche Brot, was ich hier schon überall gesucht habe, es aber einfach nicht zu kaufen gibt (sondern nur Weißbrot oder Zwieback als „Brot“) oder manchmal auch einfach die Pünktlichkeit der Deutschen und das es immerhin ein bisschen geplant ist. Nichts desto trotz liebe ich es hier und es macht mich jetzt schon ein bisschen traurig, dass ich diesen wunderschönen Ort und die vielen lieben Freunde, die ich schon gefunden habe, schon in neun Monaten wieder verlassen muss.

Ich lebe hier im kleinsten Bundesstaat Mexikos, in Tlaxcala. Er befindest sich in Zentralmexiko und ist sehr hoch gelegen, was mir aber eigentlich ganz gut gefällt, da ich die Hitze zwar mag, mir aber vorstellen kann, in der Hitze wirklich arbeiten und leben zu müssen, ziemlich anstrengend sein kann. Natürlich ist es trotzdem wärmer als im kalten Deutschland. Tagsüber fühlt es sich hier an wie an einem schönen deutschen Sommertag, nachts wird es allerdings doch ziemlich kühl, weshalb ich mir für die ersten zwei Wochen hier gleich eine dicke Erkältung eingefangen habe. Ansonsten geht es mir aber gesundheitlich sehr gut. Wie gesagt, in den ersten zwei Wochen war es wohl für meinen Körper ein bisschen anstrengend, aber meine Schwester hier studiert Medizin und konnte mich echt gut versorgen (was mir zwar wegen einer Erkältung irgendwie übertrieben vorkam, aber nett war es trotzdem). Insgesamt ist meine Familie hier supersüß und ich mag jeden von ihnen sehr gerne. Nur mit meinem Vater habe ich bisschen sprachliche Probleme, weil eigentlich verstehe ich mittlerweile schon sehr viel, wenn man langsam und deutlich mit mir spricht, aber das scheint er irgendwie nicht zu verstehen, obwohl ich ihn ständig daran erinnere. Er spricht so schnell, dass sogar die Mexikaner manchmal Probleme haben, ihn zu verstehen. Trotzdem ist er ein guter Mensch, der versucht, mir soviel wie möglich zu helfen.

Meine Stadt ist die Hauptstadt meines Bundesstaates und heißt ebenfalls Tlaxcala. Sie ist sehr klein mit ca. 73.000 Einwohnern und sehr familiär. Sie ist sehr schön und man hat hier irgendwie dieses „Jeder-kennt-jeden-Gefühl“, insbesondere wenn man Austauschschüler ist. Manchmal grusel ich mich schon davor, weil so viele fremde Menschen mich kennen und so viel über mich wissen. Es ist dann immer ein bisschen peinlich, wenn Leute auf mich zukommen und mich umarmen und sowas und ich mir nicht sicher bin, ob wir uns kennen und ich sie einfach nur vergessen habe, weil ich hier so viele Leute treffe oder ob das einfach ihre Art ist. Naja, ich füge mich jedoch (meiner Meinung nach) schon ziemlich gut in die mexikanische Kultur ein. Es gibt zum Beispiel große Unterschiede, wie man miteinander redet und das sie einfach viel öfter Körperkontakt aufnehmen, was mir zuerst sehr fremd vorkam, an das ich mich so langsam aber gewöhne. Die Menschen hier sind wirklich nett und man ist nie allein. In der Schule wollen jede Pause so viele Menschen etwas mit mir machen und in Sport streiten sie sich sogar darum, wer mein Sportpartner sein darf. Ich denke, für ein Auslandsjahr ist Mexiko und auch Tlaxcala ideal, weil jeder auf dich zugeht und nicht so schüchtern ist wie viele Deutsche, die einfach etwas Zeit brauchen um warm zu werden.

Auch die Rotarier hier sind total nett und herzlich. Ich bin unglaublich froh, dass ich noch mit drei anderen Austauschschülern in einem Club bin, mit denen ich mich richtig gut angefreundet habe. Außerdem bin ich erleichtert, dass kein anderer deutscher Austauschschüler hier lebt. Stattdessen sind aus meinem Club ein Junge aus Taiwan, ein Junge aus Brasilien und ein Mädchen aus Kanada. Das finde ich richtig gut, weil wir alle aus total unterschiedlichen Teilen der Welt kommen und man dadurch nicht nur die Chance hat, die mexikanische Kultur kennenzulernen, sondern auch die Kulturen aus deren Ländern. Wir alle sind sehr an anderen Kulturen interessiert und wir verstehen uns sehr gut. Wir lernen gemeinsam Salsa (weil wir irgendwas Lateinamerikanisches kennenlernen wollten). Danach verabreden wir uns gerne und bekochen uns auch mal gegenseitig mit typischen Gerichten aus unseren Heimatländern. Insbesondere die Kanadierin liebt es zu kochen, sodass ich schon in den Genuss von echten kanadischen Pancakes mit Original-Ahorn-Sirup aus Kanada kommen konnte. Sie hat uns aus zu Thanksgiving eingeladen, was wir ja gar nicht richtig kennen und worauf ich mich schon ganz besonders freue. Obwohl ich die Rotary-Meetings eigentlich als sehr nett und auch als praktisch empfunden habe, weil man so in Kontakt bleiben könnte und auch regelmäßig seine Fragen loswerden könnte, wurde uns gesagt, dass wir nur kommen sollten, wenn wir eingeladen werden und nicht wie bei uns üblich jede Woche. Das finde ich ein bisschen schade.

Sprachlich geht es mir hier eigentlich ganz gut. Ich verstehe schon recht viel und kann mich so einigermaßen verständigen. Ich merke richtig, wie ich immer mehr dazu lerne und bin optimistisch, dass ich in ein paar Monaten einigermaßen gutes Spanisch sprechen können werde. Leider reicht mein Spanisch für den Unterricht absolut nicht, weil die Lehrer sehr schnell sprechen und auch viele Fachwörter benutzen. Zusätzlich ist der Unterricht hier total anders aufgebaut, die Schüler müssen echt alles mitschreiben, was meiner Meinung nach nicht das beste System ist, weil ich beispielsweise nicht so gut gleichzeitig schreiben und lernen kann. Doch weil der Lehrer hier so viel diktiert, ist der Unterricht etwas langweilig für mich, weil ich nicht alles mitschreiben kann und auch nicht viel davon verstehe. Zum Glück sind die (meisten) Lehrer hier nachsichtig und verständnisvoll mit mir. Ich bekomme zwar auch manchmal Hausaufgaben auf, allerdings nur solche, wo ich die Chance habe, sie auch machen zu können. So durfte ich mir zum Beispiel auch aussuchen, ob ich meine Autobiografie in fünf Seiten auf deutsch oder in zwei Seiten auf Spanisch verfassen wolle. Ich habe mich für das Spanische entschieden und auch ein bisschen dazugelernt. Das Gute hier ist, dass jeder dazu bereit ist, dir zu helfen. Alle bieten mir ihre Hilfe bei den Aufgaben an und erklären mir sehr viel.

Ich wurde auch von einem Lehrer gefragt, ob ich eine 15-minütige Präsentation über Deutschland auf Englisch in einer Universität halten will, worauf ich mich auch schon freue. Insgesamt mag ich es sehr, wenn die anderen Interesse an meinem Land zeigen und habe ich auch viele Dinge zu schätzen gelernt, die ich in Deutschland für selbstverständlich und normal gehalten hab. Ich würde wirklich sagen, dass man während seines Auslandsjahres nicht nur viel über die anderen Länder, sondern auch über sein eigenes lernt. Und auch man selbst lernt man besser kennen. Klar hatte ich gedacht, dass es mir hier gefallen würde, aber ich hatte mit mehr Heimweh gerechnet und nicht, dass ich es hier so sehr mag, wie ich es tue. Ich wie jetzt schon, dass mir das alles hier so fehlen wird, wenn ich wieder nach Deutschland zurückkehren werde. Viele haben schon angekündigt, mich irgendwann mal zu besuchen und ich hoffe wirklich, dass es klappt. Ich weiß, dass ich noch nicht mal zwei Monate hier bin, aber trotzdem fühle ich mich schon irgendwie zuhause.

Der Patriotismus hier ist echt fremd und neu für mich, weil die Deutschen ja eher zurückhaltend damit sind. Insbesondere, weil sie in diesem Monat ihren Unabhängigkeitstag feierten und deshalb überall Flaggen und ähnliches hängen. Aber auch der Patriotismus im Alltag, wie zum Beispiel die „Homenaje“, also die wöchentliche Ehrung der Flagge jeden Montag in der Schule, war ein sehr anderes Erlebnis für mich. Diese Woche war allerdings meine Klasse damit dran, diese zu organisieren und ich durfte mich auf Spanisch vor der ganzen Schule vorstellen. Ich habe zwar eigentlich kein Problem, fremde Flaggen zu halten oder fremde Hymnen zu singen oder andere Dinge dieser Art, nur bei dem „Römischen Gruß“, der ja in Deutschland früher las der „Hitlergruß“ verwendet wurde, halte ich mich lieber zurück, weil ich mich damit echt nicht wohl fühle. Die Mexikaner sind zwar patriotisch, aber nicht rassistisch gegenüber anderen Ländern und Kulturen. Ich fühle mich hier total akzeptiert und die meisten sagen mir, dass sie Deutschland sehr mögen. Zwar sind hier die meisten echt ziemlich homophobisch, aber ich versuche, einen Teil unserer Kultur mit ihnen zu teilen und versuche, ihnen zu erklären, dass Homosexualität nichts Falsches ist und dass das auch nur Menschen wie du und ich sind. Das Schöne daran ist, dass viele mir am Ende wirklich zustimmen, weil sie zuvor sich wohl noch nicht so richtig damit beschäftigt haben. Denn eigentlich ist das mexikanische Wesen sehr freundlich und warm, und ich fühle mich mit den Mexikanern wirklich sehr gut aufgehoben.

Auch meine erste Orientation war total toll. Es war superinteressant, Jugendliche von so vielen Nationalitäten kennenzulernen, aber total seltsam, immer wieder vom Deutschen ins Englische und vom Englischen ins Deutsche zu springen. Und wenn man dann auch noch ein paar Sätze auf Spanisch rausbringen musste, war man dann vollkommen verwirrt. Trotzdem, es war ein sehr lustiges Wochenende, indem wir jede Menge Spaß hatten und auch viele neue Freundschaften geknüpft wurden.

Mit zwei von unseren neuen Freunden verabreden die Kanadierin und ich uns jetzt manchmal. Sie leben in Puebla. Zwar finde ich, dass Tlaxcala eine wirklich schöne Stadt ist, aber ab und zu wird es dann doch ein bisschen langweilig. Deshalb haben wir uns dann echt gefreut, endlich mal ein Shoppingcenter von innen zu sehen, weil wir viele Sachen dringend benötigt haben. Zum Beispiel mussten wir uns ein Kleid kaufen, weil wir zu einem dieser typisch lateinamerikanischen 15-Geburtstag-Feier eingeladen waren. Diese Feier war echt ziemlich cool, aber es hat mich irgendwie auch ein bisschen traurig gemacht, dass ich meinen Geburtstag so unspektakulär verbracht habe. Ich freue ich mich aber auch schon auf meinen Geburtstag, weil ich so ziemlich am Ende meines Auslandsjahres Geburtstag haben werde und bestimmt sehr viele sehr gute Freunde haben werde. Wie gesagt, es wird wirklich hart werden, sie alle wieder zu verlassen.  

Ich erlebe hier soviel und lerne soviel neues dazu. Ich kann das hier alles gar nicht aufschreiben. Allerdings habe ich auch eine Art Internettagebuch, wo ich hin und wieder ein bisschen von meinen Erlebnissen und Erfahrungen erzähle und auch einige Fotos von meinem Leben hier hoch lade, damit diejenigen, die mein Auslandsjahr interessiert, ein bisschen auf dem Laufenden bleiben. Ich schreibe hier mal den Link rein, dann könnt ihr, wenn ihr wollt, ein bisschen von den Dingen lesen, die ich hier erlebe:

http://rebekka-in-mexiko.auslandsblog.de/

Am Ende möchte ich mich jetzt schon mal bedanken, dass ihr mir diesen fantastischen Einblick in das mexikanische Leben und die mexikanische Kultur ermöglicht habt. Es ist hier so unglaublich und ich bin jeden Tag total froh und dankbar dafür, hier sein zu dürfen. Also: Danke!

Und ich möchte mich noch mal dafür entschuldigen, dass dieser Text ein bisschen wirr ist und falls ein paar Fehler enthalten sind, auch für diese. Es ist echt verwirrend, auf Deutsch zu schreiben und es ist jetzt ehrlich gesagt, gerade ein bisschen schwierig, weil ich eigentlich total von der deutschen Sprache weg bin. Ich hoffe, mein erster Quartalsbericht ist in Ordnung, falls etwas fehlt oder falsch ist, das war keine Absicht, ich bin mir nur noch nicht ganz sicher, was bei einem Quartalbericht gefordert ist.

Viele Grüße aus Mexiko, einem wirklich wunderschönen Ort mit sehr netten und herzlichen Menschen und einer total anderen, aber auch interessanten Kultur,

-Rebekka

Viva México

 

Ich bin heute schon seit 2 Monaten hier!

Mittwoch, 08.10.2014

Heute bin ich seit genau zwei Monaten hier und immernoch total faziniert und begeistert von der Kultur, den Menschen und diesem Ort. Ich bin unglaublich froh, dass ich die Entscheidung getroffen habe, hier her zu kommen!

Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass so lange nichts gekommen ist, dass liegt hauptsächlich daran, dass ich hier richtig eingebunden bin und jeden Tag etwas mit Freunden unternehme. Langeweile kommt hier nie auf. Deshalb hab ich nicht viel Zeit für meinen Blog, insbesondere, weil, wenn ich dann mal ein bisschen Zeit habe, ziemlich müde bin, weil es etwas anstrengend ist, die ganze Zeit eine Fremdsprache zu sprechen und ich auch nicht viel zum schlafen komme. Meine Schule fängt schon so gegen 7 an, aber ich versuche jetzt, immer früh ins Bett zu gehen, damit ich fit bleibe. Wie auch immer, hier ist jetzt ein neuer kleiner Blogeintrag. Leider war ich heute so unglaublich schlau und hab die Hälfte meiner Fotos versehentlich gelöscht, was echt schade ist. Ich denke auch nicht, dass ich alt so viel schreiben werde, für diejenigen, die aber unbedingt noch etwas lesen wollen, werde ich glaube ich meinen Rotary-Quartalsbericht hier reinkopieren. Und jetzt möchte ich euch immerhin ein paar Bilder zeigen, obwohl viele gute Bilder traurigerweise verloren gegangen sind.

 Okay, ich habe so viel im letzten Monat erlebt, dass ich gar nicht weiß, was ich überhaupt erzählen soll und wo ich anfangen soll.

Am 16. September war der mexikanische Unabhängigkeitstag, was bedeuted, dass schon vorher überall Flaggen und andere patriotisch-mexikanische Dinge aufgehängt wurden. Meine Schule veranstaltete einen Mexiko-Tag. Alle mussten sich mexikanisch verkleiden und es war wirklich lustig.

Ich mit Freunden aus meiner Klasse Alle typisch mexikanisch bekleidet Mexikanische Kostüme... Ich mit mexikanischen Freunden... Ich total mexikanisch Ich mit meinem supercoolen Sombrero (und der total begeisterten Morgan)

Es war wirklich sehr interessant und man konnte viel neues entdecken. Übrigens, diese Cowboy-WildWest-Kultur ist auch fest im mexikanischem verankert. Viele verkleideten sich als eine Art mexikanischer Cowboy. Ich habe an dem Tag auch Elotes gegessen, dass ist Mais mit Mayonese, Käse und -welche Überaschung- Chilli. Es war sehr lecker und alle hatten an diesem Tag viel Spaß.

Der Unabhängigkeitstag war dann in der Nacht zum Dienstag, der dann natürlich auch frei war. Über dieses verlängerte Wochenende wurde ich dann von der Mutter von meinen Freunden eingeladen, mit ihr nach Querétaro zu fahren, um einen ihrer Söhne zu besuchen. Am Montag würden dann meine Freunde und einige derer Freunde nachkommen. Querétaro ( Querétaro - Wikipedia ) liegt in einem anderen Bundesstaat und es war sehr toll! Die Mutter ist mir eine richtig gute Freundin geworden, sie ist sehr nett. Wir haben viel mit ihrem Sohn und seiner Freundin unternommen, die ebenfalls total freundlich waren.

Wir haben ein kleines Dörfchen besucht

Wir besuchten eine Stadt names Tequisquiapan, welche wirklich sehr schön war. Wenn ihr wollt, könnt ihr euch im Internet ja mal Bilder dazu ansehen oder auf dem Link hier mal ein bisschen stöbern (Tequisquiapan - Wikipedia). Wir haben dort auch sehr interessantes Eis gegessen. Es gab in der Eisdiele nur Käse- und Weineissorten. Hat allerdings gar nicht mal so schlecht geschmeckt. Am Montag kamen dann meine Freunde nach.

Wir in Querétaro Das ist übrigens ein irgendwie für den Unabhängigkeitstag wichtiges Haus Mexikaner sind Patrioten und man kann echt unglaublich viele mexikanische Sachen überall kaufen Querétaro Sehr interessantes und schönes Gebäude Indianer-Denkmal

In der Nacht zum Unabhängigkeitstag waren wir dann zunächst draußen und haben das Feuerwerk genossen.

Unabhängigkeitsfeier

Und natürlich mussten noch ein paar Mexikobilder gemacht werden!

Viva México México <3

Anschließend haben wir zusammen gegessen und ich durfte ein typisch deutsches Gericht kochen.

Ich beim Kartoffelpuffer machen

Alle fanden meine Kartoffelpuffer toll und ich soll sie bald nochmal zubereiten.

Ich würde gerne noch viel mehr von diesem fantastischen Ausflug erzählen und nach viel mehr Bilder zeigen, aber mir fehlt die Zeit. Also mache ich einfach mit dem nächsten Ausflug weiter: Der Schulausflug.

Auch mit der Schule haben wir einen Ausfug gemacht. Der Trip hat zwar mitten in der Nacht um 6 Uhr angefangen und wir mussten ziemlich lange Bus fahren, aber es hat sich definitiv gelohnt.

Die Busfahrt

Ich konnte die Schönheit Mexikos bewundern und auch mehr Zeit mit meinen Schulfreunden verbringen und sie noch besser kennenlernen.

Das erste Ziel unseres Ausflugs war eine Schlucht names "Los Prismas Basálticos". Ihr solltet euch das mal im Internet ansehen, es ist echt wunderschön dort!

Wirklich wunderschön! Ich mal wieder superfotogen (aber immerhin sieht die Schlucht toll aus) Wir über der Schlucht Die Schlucht Es war sehr beeindruckend Mexiko ist ein wunderschönes Land Und natürlich ein Kaktus (Mexikoooo) Ich hatte echt nicht so den fotogenen Tag Ich und Morgan in der Schlucht Wir zusammen in der Schlucht

Danach besuchten wir noch "Huasca" and "Real de Monte".

Wir in der Stadt Und erstmal was essen

Ihr seht schon, dass ich nicht viel zu den eizelnen Erlebnissen schreiben kann, weil das echt ungaublich viel Arbeit ist. Der Ausflug war jedenfalls super!

Zum Thema Ausfug, ich besuche auch öfter Puebla, als ich zählen kann. Fast jede Woche fahren wir da hin und unternehmen dort coole Sachen. Zum Beispiel haben wir uns dort noch mal mi Austauschfreunden getroffen (und einen Starbucks gefunden!!).

Starbucks in Puebla

Wir waren auch auf einem 15. Geburtstag, welcher ja in Lateinamerika ganz besonders gefeiert wird. Leider habe ich beinahe alle dieser Fotos verloren, und es waren wirklich gute Fotos.

15. Geburtstag Spaßfotos Und alle in formellen Klamotten

Ich denke aber, dass ich noch zu vielen 15. Geburtstagen gehen werde, und dann werde ich ganz viele Fotos machen. Insgesamt werde ich hier zu vielen Geburtstagen eingeladen. Ich war auch schon auf ganz normalen Geburtstagspartys, wo ich die Bilder allerdings ebenfalls verloren habe(ich werde hier auch zu vielen Geburtstagen iengeladen, wo ich das Geburtstagskind eigentlich gar nicht kenne). Und letzten Freitag war ich auf dem Geburtstag einer guten Freundin. Wir gingen ins Kino und ich war überascht, dass ich so viele von ihren Gästen kannte. Ich kenne hier mittlerweile wirklich viele Menschen und umso mehr kennen mich. Nach dem Geburtstag waren wir dann noch (leider nur für kurze Zeit) in einem Club.

Geburtstag (ich mit Freunden)

Puh, ich muss das echt öfter machen! Alles auf einmal zu erzählen ist wirklich unheimlich viel Arbeit. Naja, wir waren auch auf einem sehr tollem Rotary-Treffen, nicht nur mit Austauschschülern, auch mit vielen normalen Jugendlichen.

Rotary-Treffen Coole Poser Und viele nette Jugendliche

Am Ende des Rotary-Meetings haben wir Jugendlichen dann unsere eigene Party gemacht und haben dann mit einem kleinen 5-jährigen Jungen getanzt. Es war sehr witzig, weil sie ihm sehr interessante Tanzschritte beigebracht haben, aber irgendwann tat mir der twerkende 5-Jährige dann doch leid. Trotzdem, der Tag war sehr lustig und ich hoffe, dass es bald wieder so ein Treffen gibt!

Auch mit meinen Austauschschülern aus meinem Club unternehme ich sehr viel. Wir sind wirklich zu unserer eigenen kleinen Familie geworden. Zweimal die Woche haben wir dann unseren Salsaunterrricht.

Salsaunterricht

Und dannach bekochen wir uns oft gegenseitig, wobei wir viel Spaß haben!

Kochen

Auch an Abenden unternehmen wir gerne mal was zusammen. Wir gehen zum Beispiel zusammen in Clubs oder veranstalten Karaokeabende oder rennen enfach nur zusammen in der Stadt zusammen rum.

Freitag Abend !

In einer Nacht war (mal wieder) so eine mexikanische Veranstaltung, wo das Militär Trommeln gespielt hat und mit einer riesigen Mexiko-Flagge durch die Stadt maschiert ist. Ich wollte davon dann ein Foto haben, was dann damit geendet ist, dass der Hauptmann persönlich mit mir auf dem Foto stand.

Mexikanischer Militärhauptmann

Er war sehr nett und meinte, dass das deutsche Militär ja sehr gut ist und dass die deutschen besser Trommeln spielen könnten als sie.

An einem anderen Tag war ich mit Seven-One und Mochilas in Zentrum, wo zu dieser Zeit ein paar Achterbahnen aufgebaut waren. Sie waren zwar sehr langsam und haben geächzt, als würden sie jeden Moment einstürzen, aber wir hatten nur umso mehr Spaß.

Achterbahn Es tat weh, aber es wir konnten kaum noch aufhören zu lachen Achterbahn-Selfie (ja, ich schäme mich ein bischen für meine Generation, dass wir Selfies in der Achterbahn machen)

Dann haben wir da noch so einen gruseligen Kerl getroffen und ein Foto mit ihm gemacht.

Ich hatte nur ein bisschen Angst

Und dann noch ein paar Fotos von der Hühner-Statur aus dem Park.

Wir mit dem Huhn Morgan dachte erst, dass Huhn wäre ein Stier

Und weil wir an dem Tag in Fotolaune waren, besuchten wir auch noch mal die mit Indianer-Geschichte bemalte Halle.

Indianergeschichte Indianergeschichte Indianergeschichte Indianergeschichte Indianergeschichte Indianergeschichte

Gemeinsam mit den anderen Austauschschülern haben wir auch schon ein paar Pyramiden besucht.

  Wir vor der Pyramide Und wir auf der Pyramide Selfie Und noch eins Und natürlich sind die Austauschschüler immer mit ihren Flaggen ausgestattet Nationalitätenvielfalt auf der Pyramide Wir und im Hintergrund ein indianisches Tanzritual Wir sind in Mexiko, also natürlich mit KAKTUS Exchangestudentpower! Ausblick, auf dieser Pyramide wurden Menschen geopfert

In der Schule habe ich auch eine 15-minütige Präsentation über Deutschland gehalten, die echt total gut angekommen ist. Im Vergelich zu Morgan hatte ich richtig viel vorbereitet, sodass die Mexikaner dann gleich sehen, dass wenn Deutsche mit etwas anfangen, sie dass auch durchziehen und dann auch wirklich hart dafür arbeiten. Naja, ich merk das auch gerade daran, dass ich schon den ganzen Tag nur an diesem Blog schufte, was, wie ich vieleicht schon erwähnt habe, wirklich ein Riesenhaufen Arbeit ist. Trotzdem mache ich das gern, weil ich möchte, dass andere an meinen Erlebnissen teilhaben können und es mich freut, dass es manche interessiert, was ich hier so mache.

Bester Englischunterricht (hier haben wir die Präsentationen gehalten) Und alle waren total begeistert von unseren Präsentationen

 Das letzte, wovon ich jetzt noch berichten werde, ist der Ausflug nach Puebla dieses Wochenende. Ich war wieder mit der Familie, mit der ich in Querétaro war, unterwegs. AUßerdem waren Morgan und zwei weitere Freunde mit dabei.

Vorher aßen wir in einem mexikanischen Restaurant

Und weil Morgan Kanadierin ist, wollte sie natürlich unbedingt Eislaufen gehen!

Ich, ein Ass auf dem Eis

Danach haben wir uns noch ein bisschen die Stadt angeguckt...

PUEBLA Toller Hintergrund, oder? Puebla bei Nacht Es ist schon eine Mutprobe gewesen, darauf gehoben zu werden

Und achja, Sonntag war ich dann noch mit der Familie von Seven-One und ihm in einem französischem Film. Allerdings hat mein Französisch während meiner zwei Monate hier echt gelitten, also habe ich den Film nur teilweise verstanden.

So! Ich denke, dass ist jetzt echt genug, ich habe jetzt den ganzen Tag hier rein investiert, ich hoffe, ed hat sich gelohnt und ihr fandet es einigermaßen interessant. Es gefällt mir immernoch supergut hier, ich hoffe, ich schaffe es bald mal wieder, etwas in meinen Blog zu schreiben,

viele Grüße, hab euch lieb,

Rebekka

Ausschnitt aus meinem Leben hier

Donnerstag, 30.10.2014

Heute habe ich endlich mal eine Freistunde gekriegt, während die anderen eine Arbeit schreiben. Hier in Mexiko schreiben die alle ihre Examinas in einer Woche und eigentlich war mein Plan, bei den Arbeiten, weil ich die ja eigentlich so wie so nicht vernünftig schreiben kann, rauszugehen und an meinem Blog zu arbeiten. Leider ging dieser Plan nicht so toll auf und ich musste einige Arbeiten mitschreiben. Gestern zum Beispiel schrieben wir das Examen in "Historia de México", also in Geschichte von Mexiko und eigentlich hätte ich total versagt. Ich war schon stolz, dass ich das Namensfeld ausfüllen konnte und sogar "Fecha", also Datum entziffern und korrekt beantworten konnte. Der Rest war eher schrecklich, weil ich die Fragen einfach nicht kapiert habe und überhaupt schon sprachlich keine Ahnung hatte. Zu meinem Glück war ein Freund von mir schon sehr schnell fertig und hat sich dann zu mir gesetzt und die Arbeit übersetzt. Und dann war es gar nicht mehr so schwerig. Eigentlich hatte er mir kaum was vorgesagt und gerade hat meine Lehrerin mir gesagt, dass ich nicht mal schlecht war. Naja, wie auch immer, zum Glück muss ich jetzt nicht Physik nicht mitschreiben, weil ich da echt total sterben würde. Also habe ich jetzt meine Freistunde, um mal wieder was auf meinem Blog zu erzählen.

Ich denke, heute werde ich nicht über etwas bestimmtes erzählen, sondern nur ein paar zufällige Bilder von meinem Alltag posten. Weil ich mich hier schon so gut eingelebt habe, mache ich leider kaum noch Errinnerungsbilder. Deshalb bin ich jetzt zum Beispiel auf Snapchat umgestiegen, wo ich auch noch einige lustige Bilder finden konnte.

Dann fange ich mal an, ein bisschen was zu erzählen. Ich habe hier in Mexiko eine Mondfinsternis gesehen, was wirklich sehr beeindruckend war. So etwas hatte ich noch nie zuvor in meinem Leben in Deutschland gesehen und besonders toll war es, weil es sich in dieser Nacht um einen Blutmond handelte. Also machten Morgan und ich eine Pajama-Party-Movie-Night. Wir blieben die ganze Nacht wach und haben Filme geguckt und auf die Mondfinsternis gewartet. Hin und wieder sind wir dann rausgegangen und haben beobachtet, wie dieses Ereignis voranschreitet.

  Mondfinsternis

Das Foto habe ich gemacht, aber mein Handy ist leider nicht gut genug für ein vernünftiges Foto, insbesondere weil man gar nicht den Blutaspekt, also die rote Färbung des Mondes sieht. Deshalb habe ich mir noch ein Foto von einem Freund geklaut.

Blutmond

Es war echt supercool und insgesamt hatten wir viel Spaß! Um viertel vor 6 sind wir dann ins Bett gegangen. Glücklicherweise haben unsere Eltern am folgenden morgen "vergessen" uns zu wecken, sodass wir mehr als nur 15 Minuten Schaf bekamen.

 Leider schlafe ich hier nicht genug, weshalb ich die ganze Zeit ein bisschen müde bin und aussehe wie ein Zombie und viele "Komplimente" für meine Augenringe bekomme. Aber ich bin glücklich, dass es hier für mich bessere Optionen gibt als schlafen. Dass ich hier so viel mit Freunden unterwegs bin, das die Zeit dafür fehlt.

Ich gehe hier zum Beispiel oft zu den Fußballspielen des Teams meines Klassenraums. Ich bin ein guter Fan und oft machen wir so Anfeuerungsdinge auf Spanisch, wo eine Person etwas schreien muss und die anderen das wiederholen. Und jetzt bin ich hauptsächich die zuerst benannte Person. Aber mir gefällt es und man spürt den Zusammenhalt sehr stark. Und unser Fußballteam ist sehr gut und wir gewinnen immer! Wir Mädchen haben uns sogar jetzt alle so Legings mit dem Namen des Teams auf dem Hintern gekauft. Weil der Blog allerdings öffentlich ist, ist es glaube ich keine so gute Idee, Bilder davon hochzuladen.

 Leider wurde ich von der Pausenglocke unterbrochen und musste zurück zum Unterricht. Aber heute mache ich mir einen gemütlichen Tag, also kann ich das jetzt fertig machen. Wo war ich gerade? Achja, beim Fußball. Okay, hier kommen Fotos.

Unser Fußballteam und der Fanclub Schon wieder nach einem Fußballspiel

Außerdem hab ich mich auch selbst im Fußballspielen versucht. Zunächst einmal musste ich überraschend mit dem Mädchenfußballschulteam gegen die Selektion von Tlaxcala antreten, wobei wir ganz grauenhaft versagt haben. Irgendwann haben wir aufgehört zu zählen, aber ich würde schätzen, dass es am Ende so 10 zu 0 stand.

Nach dem Fußballspiel gegen die Selektion von Tlaxcala

Außerdem habe ich aufgehört, meinen Extrakurs, Fußball, zu schwänzen, sodass ich jetzt einmal die Woche länger in der Schule und zum Training gehe. Das ist eigentlich auch ganz lustig.

   Ich beim FußballtrainingDas Fußballfeld (mit der Malinzi im Hintergrund)

Und ich lerne nicht nur mehr über Fußball. Die Mutter von einem Freund, die übrungens ganz fantastischen Kuchen backen kann, hat Morgan und mich zu einer Kochstunde bei ihr zu hause eingeladen, was damit endete, dass Morgan etwas kochte, ich meine Kartoffelpuffer machte, sie Kuchen backte und unser Freund ganz doll beim Essen mithalf. Es war ein sehr lustiger Tag. Dazu lade ich jetzt einfach mal en paar Fotos hoch, aber leider darf ich nicht alle hochladen, weil wir eventuell ein bisschen zu viel auf Snapchat gepostet haben und letztendlich einen Krieg angefangen haben, Bilder von den Hinterteilen der anderen hochzuladen. Deshalb muss ich diese Fotos leider weglassen, tut mir leid.

Morgan :p Jep, wir sehen wirklich aus wie Junkies Und das sind noch die harmosen SnapsAm kochen AmigosNaja, das sollte ich jetzt nicht übersetzten :D Essen (und es war übrigens echt superlecker)

Und wo wir gerade beim Thema Essen sind. Wir waren eingeladen zum kanadischen Thanksgiving und es war wirklich sehr nett. Es waren viele Gäste da, das Essen war gut und man konnte schon wieder etwas über die Kulturen eines anderen Teiles der Erde dazulernen.

Kanadisches Thanksgiving Das sieht man zwar nicht, aber ich trug übrigens mein typisch-deutsches Kleid

In der Schule hatten wir letztens übrigens eine Natur-Wissenschaften-Woche, wo wir zum Beispiel eine Rally gemacht haben (wo ich ein wirklich sehr schlechtes team-Mitglied war, weil ich noch nicht mal die Fragen kapiert habe).

Auf der Rally

 Außerdem mussten wir an einem Tag auch selber Experimente vorführen, wo ich wirklich mein bestes gegeben habe und deshalb am Ende sogar unser Experiment immer den Schülergruppen erklär habe.

Bei der Vorbereitung Bei dem Tag wo wir die Experimente vorführen mussten Wissenschaftlerstyle Unser Experiment

Außerdem hatten wir letztens ein Rotary-Meeting, wo die Rebounds, also die, die das letzte Jahr im Ausland verbracht haben, ihre Vorträge gehalten haben. Das war echt superinteressant.

Meeting mit den Rebounds

Und apropos interessant: Ich vermisse wirklich normale Süßigkeiten, weil die hier wirklich total besessen von Chilli sind und das in alle ihren Süßigkeiten und überhaupt überall mit reinpanschen. Hier ein kleiner Ausschnitt von meinem Leid:

Ein Chilli-Lolli D: :o :(

Und jetzt kommen einfach mal ein paar zufällige Fotos, die ich so gefunden habe.

Kleine spontane Austauschschüler-Fress-Party in der Schule Ich mit meinen kleinen Ich mit Morgan Ich mit Gabriel GERMANY Wir sind cute :D Ich mit meiner sehr guten Freundin Diana Clown Amor D: Hallooooo Amigas <3 In der Schule La negra Sehr cool Schuleeee Méxicanas :o Bebés Freundinnen Diana und ich Exchange students in the mall

Man lernt hier auch viele Leute total zufällig kennen. Man wird angesprochen, wenn man englisch spricht und alle sind total interessiert. Und auch man selbst spricht manchmal einfach mal Leute auf der Straße an. Ich zum Beispiel stürze mich gerade zu auf die Personen, die irgendwas deutsches anhaben. Hier als Beispiel trug der Kerl eine Deutschlandjacke, sodass ich ihm natürlich gleich ein Kompliment dazu geben musste. Wir und die andern Austauschschüler kamen ins Gespräch und jetzt sind wir zu einem Konzert seiner Band eingeladen.

Deutschland-Pullover

Ach, und warum trage ich blaue Farbe im Gesicht? Wir hatten so eine Art Literatur-Examen, wo wir von einem Ereignis erzählen mussten und es später malen mussten. Ich habe tapfer mitgeschrieben. Aber natürlich ist es immer eine schlechte Idee, Jugendliche mit Farben alleine zu lassen, also kam es, so wie es kommen musste, es gab eine Riesen-Farbschlacht. Und dann hate ich die Wette mit einem Freund, dass wir den ganzen Tag so rumrennen müssen, weshalb ich so ins Kino gegangen bin.

Sexy Face :D

Außerdem haben wir gerade einen Jahrmarkt hier in Tlaxcala. Hier war ich schon einige male und hier kommen die Bilder von einer dieser Nächte.

La feria Jahrmarkt Wir hatten Spaß Man sieht es nicht, aber wir sitzen in einem Fahrgeschäft

Es gab sogar Tiere auf diesem Jahrmarkt, was ich allerdings gar nicht so toll fand, weil das meiner Meinung nach übelste Tierquälerei ist.

Ich in meinem Element

Es ist zwar noch viel mehr in diesem Monat passiert, aber ich denke, das pack ich in einen anderen Blogeintrag, weil dieser hier sonst viel zu lang wird, also komm ich mal so langsam zum Ende...

Halloween Bluuuhuuuuut huuuuu

Gestern nacht war Halloween und ich war mit meinen anderen Austauschschülerchen auf einer Halloween-Party und danach noch in einer Disko auf diesem Jahrmarkt. Mittlerweile vertrauen mir meine Gasteltern und wissen, wie verantwortungsbewusst ich bin, weshalb sie mir jetzt auch vergleichsweise viel erlauben. Ich hab meine Gastfamilie auch sehr lieb gewonnen und ich will eigentlich gar nicht schon in zwei Wochen meine Familie wechseln, insbesondere, weil die nächste Familie wohl superstreng ist. Trotzdem, auch sie sínd sehr nett und auch das Leben mit ihnen wird bestimmt eine tolle Erfahrung. Vorallem mit der Schwester, die ich in der nächsten Familie haben werde, verstehe ich mich wirklich gut.

Verabredung mit meinem Schwesterchen

Und das ist der Blick von meinem Schulhof aus. Es ist unglaublich schön hier und ich genieße den Ausblick jedes mal aufs neue. Ich kann von meinem Klassenraum sogar den berühmten Vulkan mit dem Namen Popocatepetl sehen.

Popocatepetl

Und das ist unsere Stadt: Tlaxcala.

Unsere kleine Familie

Das ist meine kleine Familie, die anderen Austauschschüler. Sie und noch viele andere sind mir hier unglaublich ans Herz gewachsen und ich kann nicht glauben, dass ich sie in 8 Monaten wieder verlassen muss. Ich werde sie und meine Zeit hier nie vergessen. Ich liebe es hier, ich lebe so viel intensiver hier als in Deutschland, wo alles so normal war und man über nichts mehr staunen konnte. Hier staune ich jeden Tag, jeden Tag spüre ich das Leben so stark und bin wahnsinnig glücklich. Ich habe hier so oft diese Momente, bei denen man sich wünscht, dass sie nie enden.

Danke an alle, die mir diese Zeit und dieses Glück möglich gemacht haben.

El dia de los muertos - Der mexikanische Totentag

Samstag, 08.11.2014

Vor einiger feierten wir dann endlich den Día de los muertos, also den berühmten Totentag der Mexikaner mit den bunten Zuckertotenköpfen und allem. Ich hatte mich schon sehr auf diesen Tag gefreut, weil ich diesen Teil der mexikanischen Kultur sehr interessant und spannend finde, insbesondere weil bei uns der Tod immer so dunkel ist, während hier das Thema in allen Farben leuchtet.

Die Mexikaner feiern die Toten für ungefähr eine Woche. Es begann damit, dass sie auf der Straße einen Umzug hatten, wo unglaublich viele Menschen als  bunte Tote verkleidet waren. Es war toll und die Kostüme waren fantastisch! Hier hab ich dann noch mal einen Wagen erwischt und konnte ein Foto mit ihnen machen.

Der Beginn der Zeit der Toten

Zeitgleich mit dem Umzug begann dann auch die Feria, also der Jahrmarkt. Mit diesen beiden konnte ich dort dann auch noch ein Foto machen.

Tolle Kostüme!

Man trifft echt während dieser Zeit auf unglaubich viele Personen, die ihre Gesichter als Totenschädel bemalt haben. Man sieht sie in der Stad, im Supermarkt und auch überall sonst.

Außerdem ist es hier Tradition in jedem Haus eine Ofrenda, also eine Art Opferaltar für seine Toten zu machen. Sogar in der Schule haben wir einen gemacht und diesen der mexikanischen Malerin Frida Kahlo gewidmet. Auf diesen Opfertischen, die bunt verziert werden, werden Essen und andere Geschenke für die Tten gelegt. Außerdem werden drei Kreuze davor plaziert. Eines aus der total tyischen orangen Totenblume, die man während dieser Zeit quasi überall in Massen sieht. Außerdem noch ein Kreuz und eines aus Salz.

Ich mit meiner Klasse beim Aufbauen des Opfertisches Ich und meine Klasse beim Vorbereiten des Ofertisches Fertig mit dem Opfertisch für Frida Kahlo Ich mit der Ofrenda

Am Freitag vor Halloween weiten wir die Ofrenda dann ein. Das war ziemlich cool! Wir aßen viel Totenbrot und manche aus meiner Klasse trugen typische Kostüme.

Ich mit Temo Gesichter die als Totenköpfe bemalt sind Klassenkameraden mit typischen Kostümen AmigosIch mit den Toten

Auch die anderen Klassen bauten Opfertische auf.

Ofrenda von anderer Klasse

 Und auch der Rest der Stadt hatte Ofrendas errichtet, zum Beispiel im Hotel, wo die Rotary-Meetings stattfinden.

Ofrenda in den Hotel der Rotary-Meetings

Oder auch in den Regierungs-Verwaltungs-WasAuchImmer-Gebäuden.

Andere Ofrenda

Mir gefallen die Ofrendas alle wirklich sehr gut, weil sie so bunt und fröhlich sind und es ist eine schöne Idee, das man als Toter einmal im Jahr die Möglichkeit hat, auf die Erde zurückzukehren um seine Angehörigen zu besuchen.

In der Halloween-Nacht von Freitag auf Samstag kamen dann also die Toten und nahmen die Opfergaben an (oder so ähnlich). Am Sonntag gingen meine Familie und ich dann auf den Friedhof, um Blumen an die Gräber ihrer Angehörigen zu legen. Das ist hier Tradition und es kamen viele und am Ende war der Friedhof wieder bunt verziert. Man macht zu diesem Tag dann Kreuze, vorzugsweise aus der orangen Totenblume. Ich selbst habe auch eines gemacht und es war wirklich sehr spannend.

Ich mache ein Kreuz aus der Totenbume Ich und meine Schwester am Arbeiten Ferig!

Vielleicht habt ihr das schon mitgekriegt, aber die schmeißen irgendwie Halloween und den Totentag und das alles in einen Topf. Und außerdem können die sich wohl nicht ganz entscheiden, wann sie Halloween feiern wollen. Die ganze Woche über rennen verkleidete Kinder rum und fragen nach Süßigkeiten. Ich war am Freitag auf einer Halloween-Party und dann wurde ich Samstag gleich noch einmal eingeladen, Halloween zu feiern. Diesesmal feierte ich mit der Familie von einem Schulfreund und wir gingen sogar so richtig verkleidet auf die Straßen und sowas. Dafür fuhren wir zusammen mit seiner Mutter (die übrigens die Schuldirektorin und meine Lehrerin ist) in ein kleines Dörflein namens Tlalcuapan, wo der Rest seiner Familie lebt. Leider hatte ich keine Ahnung, dass ich ein Kostüm brauchen würde, aber glücklicherweise hatte seine Familie noch ein supersexy Kürbiskostüm da. Es war ein toller Abend, wir haben viele Süßigkeiten gesammelt und uns auch etwas gegruselt.

Halloween Gruselige Truppe Wir mit der Ofrenda dieses Hauses Coole Kostüme (vor alleim meins) Wir mit einem alten und sehr schönem Glockenturm (auf dem Kirchendach)

Okay. Und das reicht auch schon zu diesem Thema. Weil ich echt kaum Zeit habe konnte ich zwar nicht besonders ausführlich berichten, aber ich hoffe, dass auch die Bilder interessant sind und ein bisschen von diesem sehr spannenden Teil der mexikanischen Kultur zeigen.

 

Der Rotex-Trip

Samstag, 08.11.2014

Vor etwa einem Monat hatten wir dann endlich unseren ersten Rotex-Trip. Rotex ist der Verein der Rebounds, also diejenigen, die auf einem Austauschjahr mit Rotary waren, das allerdings schon beendet haben. Diese haben dann jedenfalls alle Inbounds unseres Distriktes eingeladen. Inbounds sind diejenigen, die gerade in ihrem Auslandsjahr sind wie zum Beispiel ich. 

Mit ihnen haben wir dann jedenfalls ein Wochenende in der kleinen und sehr mexikanischen Stadt Cuetzalan (im Bundesstaat Puebla) verbracht. Es war super! Ich habe es sehr genossen, all meine Freunde aus aller Welt wieder zu sehen und auch die Rotex-Leute waren total nett.

Schon die Fahrt dahin war sehr interessant, weil man die Möglichkeit hatte, die Natur und das Aussehen Mexikos bewundern zu können. Wir sind an tollen (Regen-?)Wäldern vorbeigefahren und alles war so anders als die deutsche Natur. Auch sah ich die Wellblechhütten der sehr armen Menschen Mexikos, was man ja ebenfalls nie in Deutschland zu sehen bekommt. Alles ist anders hier. Hier zwei Fotos von der Fahrt, um die Schönheit noch mal zu zeigen.

Ein Bild aus dem Busfenster Wirklich sehr beeindruckend

Außerdem haben sie uns zu vielen beeindruckenden Orten mitgenommen. Wir besuchten einen wunderschönen Wasserfall in den Bergen, wo ich sogar auf ein ganz komisches Haustier getroffen bin.

Interessantes Haustier Der Wasserfall Ich mit einer Freundin vor dem Wasserfall Ich (irgendwo dahinten) mit den anderen Austauschschülern

Sogar als wir dahinten wanderten konnte ich so viel neues sehen. Zum Beispiel sah ich das erste mal in meinem Leben eine richtigen Bananenbaum (keine Ahnung wie man das nennt).

Ein wilder Bananenbaum Riesenbambus Der Weg zum Wasserfall

Der Fußweg dorthin war toll, nur sind wir zuvor mit nicht sehr vertrauenserweckenden Autos dahingekarrt worden, die garantiert nicht verkehrssicher waren. Außerdem waren in jedem dieser Busse viel zu viele Austauschschüler, sodass einer (meiner!) sogar beim Einsteigen schon losgerollt ist, weil die Bremsen das Gewicht nicht halten konnten. DIe ganze Fahrt bin ich fast vor Angst gestorben aber letztendlich habe ich ja zum Glück überlebt.

 In der Nacht waren wir dann in so einer Art Show-Restaurant, was supermexikanisch war. Zu Beginn sahen wir so ein Video mit Bildern und Clips der mexikanischen Kultur. Danach ging ein Junge durch das Restaurant während er die mexikanische Flagge schwänkte. Darauf folgten viele Shows, indenen zu prespanischer Musik getanzt wurde, die sie selber machten, oder auch indianischer Akrobatik und der Nachstellung der Geschichte dieses Ortes mit den Spaniern und Indianern. Alle trugen total interessante indianische Trachten und auch Federschmuck und ähnliches.

Im Restaurant Ich an meinem Tisch Indianische Akrobatik

Am Ende sahen wir dann noch die "Voladores de Papantla". Das ist eine Art der Akrobatik, wo Männer (meistens mit indianischen Wurzeln) auf einen hohen Pfahl ohne jegliche Sicherung klettern, sich dort ein Seil umbinden und dann sich fallenlassen, sodass sie kreisend zu Boden gleiten. Es ist irgendwie schwer zu erklären, also verlinke ich hier mal ein Beispielvideo für diejenigen, die das kapieren wollen. Das habe ich hier übrigens schon oft gesehen. Es ist sehr aufregend und eigentlich habe ich die ganze Zeit Angst, dass was schiefgeht. Aber es ist ein Teil der präspanischen Kultur, die ich ja besonders interessant finde.

Voladores de Papantla

Voladores de Papantla

 

Das Essen sah da zwar auch sehr gut aus, war mir aber zu fleischig.

Essen

Außerdem haben wir noch Pyramiden besucht. Das war ebenfalls sehr toll und wir haben den Ausflug auch als ein Riesenfotoshooting genutzt!

Die Austauschschüler aus dem Bundesstaat Tlaxcala Jep, wir versuchen coole Posen zu machen... Wir bei den Pyramiden Wir Austauschschüler Ich mit Morgan und Stina So viele Nationalitäten! (und ich natürlich bei den deutschen)

Und es war echt ein Super-Ausflug. Ich bin den Rotexern echt sehr dankbar, dass sie so etwas fantastsches organisieren konnten. Nach meinem Auslandsjahr würde ich das auf jeden Fall auch sehr gerne machen.

ROTEX

Danke ROTEX

(ich bin übrigens im O)

 

Der Ausflug nach Cholula zu der größten Pyramide der Welt

Samstag, 08.11.2014

Gegen Oktober nahmen uns die Gasteltern von Gabriel dann mit zu der Pyramide in Chulula. Sie ist wirklich wunderschön, eine der schönsten, die ich hier in Mexiko besuchen durfte.

Außerdem ist sie in puncto Volumen die größte bisher bekannte Pyramide der Welt. Leider ist von dem riesigen Bau kaum noch etwas zu sehen, weil angeblich Hernán Cortés einen künstlichen Berg aufschütten lassen hat, um auf dessen Spitze eine Kirche zu erbauen.

Es war ein wirklich sehr schöner Ausflug!

Wir 3 im Auto Indianische Skulpturen Mochilas, der Styler Ausblick Die schon wieder :D Wir auf der Pyramide Wir auf der Pyramide mit dem tollen Ausblick auf Cholula Gabriel, Mochilas und ich Die Kirche direkt auf der Pyramide Die Kirche direkt auf der Pyramide Die Kirche vom Nahen Wir und der Gastvater von Gabriel Von der Pyramide nach unten Cholula

2. Quartalsbericht

Montag, 26.01.2015

 

Es war ja jetzt wieder der Quartalsbericht fällig und natürlich stelle ich auch den wieder für diejenigen, die ein bisschen Lust auf Lesen haben hier rein. Viel Spaß!

 

 

2. Quartalsbericht

 

Liebe Rotarier, liebe Freunde,

es steht ja jetzt schon wieder der nächste Quartalsbericht an und nachdem ich mich die letzten Tage die ganze Zeit gedrückt habe, wird es jetzt echt Zeit. Weil ich ja in diesem Monat zwei Wochen verreist bin (Ruta Maya!) und danach ja schon die Weihnachtszeit begann, habe ich vorher ja kaum Zeit für den Quartalsbericht gehabt.

So wie so vergeht die Zeit hier für mich wie im Flug. Ich kann nicht glauben, dass ich schon bald fünf Monate hier bin! Ich finde ein Austauschjahr einfach nur fantastisch und genieße jeden einzelnen Tag davon. Mit Heimweh habe ich überhaupt keine Probleme und obwohl gesagt wird, dass es einem insbesondere zur Weihnachtszeit ein bisschen schlechter gehen könnte, geht es mir prima!

Ich weiß immer noch nicht so genau, was genau ich in den Quartalsbericht reinschreiben soll, deshalb erzähl ich einfach mal von den letzten drei Monaten und hoffe, dass ich das so weit richtig mache.

Wie schon gesagt war ich vom 7. bis zum 21. Dezember auf der Ruta Maya. Es war absolut unglaublich. Das Wetter war durchgängig ein Traum und ich liebe die wunderschönen Paradies-Strände Mexikos. Das Beste allerdings war, dass ich mit so vielen netten Jugendlichen aus der ganzen Welt unterwegs war. Es war spannend und interessant, ich habe viel über andere Kulturen und Sprachen dazu gelernt und viele Freunde gefunden.

 

Traumstrände… 

  Traumstrände...

 

...Pyramiden…

...Pyramiden...

 

….Austauschschüler…

...Austauschschüler...

Es war fantastisch!

Schule läuft immer noch wunderbar. Mittlerweile kenne ich fast alle, habe viele Freunde gefunden, die ich sehr liebgewonnen habe und sogar mit den (meisten) Lehrern verstehe ich mich gut.  Die Direktorin und ihr Sohn,  der in meine Klasse geht, haben mich sogar eingeladen, mit ihnen Halloween zu feiern.  Eine andere Lehrerin hat mir einfach so ein supersüßes Armband geschenkt. Und ein Englischlehrer lädt mich regelmäßig zu seinen Kursen ein, wo ich dann Präsentationen über Deutschland halte. Das genieße ich sehr, weil die Schüler auch wirklich interessiert sind und außerdem muss ich dafür nicht in den normalen  Unterricht, weil dieser, obwohl ich jetzt schon viel mehr verstehe, total langweilig für mich ist!

Mein Spanisch hat sich mittlerweile extrem verbessert und ich verstehe beinahe alles. Trotzdem wünsche ich mir, dass es noch ein bisschen flüssiger wird. Dummerweise spreche ich immer noch mit vielen (zu vielen) Menschen englisch, und obwohl ich immer versuche, damit aufzuhören, ist das doch ein bisschen schwierig, weil man sich so daran gewöhnt hat.

Allerdings ist darum und insbesondere auch durch die Ruta Maya mein Englisch viel besser geworden. Und es war total komisch, wieder deutsch mit den anderen deutschen Austauschschülern zu sprechen. Deshalb fällt es mir gerade auch ein bisschen schwer, meinen Quartalsbericht zu schreiben, weil ich einfach gar nicht mehr an deutsch gewöhnt bin, sich das alles irgendwie seltsam anfühlt und  ich mir über viele Wörter und die Grammatik einfach nicht mehr so sicher bin.

 Weihnachten habe ich mit meiner Familie verbracht. Es war ganz nett, wir hatten ein schönes Abendessen mit Großeltern, Onkeln, Tanten, Cousins und Cousinen. Zwar haben mir die ganzen weihnachtlichen Traditionen gefehlt, vor allem die Kälte und das ganze Weihnachtsessen wie Kekse, Schokolade und Stollen, aber dennoch habe ich mich ganz gut aufgehoben gefühlt.

Und der mexikanische Totentag war echt toll! Ich finde es wahnsinnig interessant, wie bunt und fröhlich der Tod hier sein kann. Mit meiner Klasse habe ich einen Opfertisch für Frida Kahlo aufgebaut und außerdem nahmen meine Freunde mich auf so eine Parade mit, wo ganz viele als Tote verkleidete Menschen rumliefen.

 

Ich mit meiner Klasse beim Aufbauen

   Ich mit meiner Klasse beim Aufbauen des Opfertisches

 

 Und ich mit dem fertigen Opfertisch

Ich mit dem fertigen Opfertisch

 

Und ich auf der Parade

Ich auf der Parade

 

 Ansonsten mache ich auch noch vielen mit den Austauschschülern hier. Es ist toll, weil wir uns immer noch viel von unseren unterschiedlichen Kulturen zeigen können. Wir bringen uns gegenseitig ein bisschen von unseren Muttersprachen bei und haben sogar ein kanadisches Thanksgiving gefeiert.

 

Wir auf dem kanadischen Thanksgiving

Kanadisches Thanksgiving

 

Ich würde gern noch so viel mehr erzählen, aber leider fehlt mir die Zeit, weil meine Gastmutter einen schweren Unfall hatte und jetzt im Krankenhaus liegt, weshalb ich jetzt gleich von einer Familienfreundin abgeholt werde, bei der ich dann ein paar Tage leben werde. Deshalb muss ich jetzt leider schon mit dem Quartalsbericht aufhören. Allerdings habe ich auch noch meinen Blog, wo ich (möglichst) regelmäßig viel  schreibe und ein paar Fotos hoch lade. Außerdem werde ich bald auch einen Reiseblog anfangen, wo ich von der Ruta Maya berichten werde und ebenfalls viele Fotos zeigen werde. Obwohl ich den anderen noch nicht richtig angefangen habe, gebe ich euch schon mal den Link.

 

Mein normaler Blog: http://rebekka-in-mexiko.auslandsblog.de/

Mein Reiseblog: http://rebekka-reist-durch-mexiko.auslandsblog.de/

 

Ich schicke euch viele Grüße aus Mexiko und einen guten Rutsch ins neue Jahr,

      Rebekka                

Im "Distrito ferderal" - Mexiko City

Montag, 09.03.2015

Im November hatte mein Gastvater für einen Tag etwas in Mexiko City zu erledigen und fragte mich, ihn zu begleiten. Bevor er zu seinem Termin musste, hatten wir noch so ungefähr eine Stunde Zeit, uns diese riesige Stadt ein bisschen anzugucken. Wir sahen die politischen Häuser und besichtigten eine sehr große und schöne Kirche. Es war fantastisch, die Metropole zumindest ein bisschen besser kennenzulernen, es war total interessant und außerdem genoss ich es auch, ein bisschen Zeit mit meinem Gastvater zu verbringen.

 

Diese Kirche Ich vor einem sehr wichtigen, politischem Haus Wunderschöne Fassade Ich vor der Kirche Und ich, in der Kirche Ich zusammen mit meinem Gastvater Die Kirche war atemberaubend Nochmal ich Und nochmal... Alle Gebäude dort waren alt und kunstvoll Denkmal von Cuauhtémoc(letzter Tlatoani (Herrscher) der Azteken)

 

Bitte entschuldigt, dass ich kaum Ahnung von den Namen und so habe. Ich habe die Erklärungen damals noch nicht so gut verstanden.

Mein November: Semana Calasanz, Paintball und Schwangerschaft

Montag, 09.03.2015

Ja, ich weiß, es ist ein bisschen spät, euch über meinen November zu erzählen, aber besser spät als nie, nicht wahr?

Also: November war ein Supermonat. Ich habe wieder viel erlebt und unglaublich viel Spaß gehabt. Das fing schon damit an, dass im November meine Schule die Semana Calasanz veranstaltete. Das bedeuted, keine Schule, sondern eine Woche lang nur Spiele und Freizeit. Es war super!!!

Am Freitag fing es an, in der Schule war eine große Party. Leider hielt es keiner für nötig, den Austauschschülern zu berichten, dass die Schule zwei Stunden später anfangen würde. So rief mich die kanadische Austauschschülerin Morgan gerade in dem Moment an, als ich das Haus verlassen wollte und sagte, dass niemand hier in der Schule sei. Ich fragte meine Freunde, die mich dann endlich darüber aufklärten und Morgan kam rüber zu meinem Haus. Wir nutzen die Zeit, indem wir zum Mercado gingen, eine Art Markt, in dem es ganz viele ganz leckere Früchte und vieles mehr zu kaufen gibt. Wir kauften uns einen Riesenhaufen Essen, zum Beispiel mehrere Äpfel und BIrnen, Mangos, Weintrauben, Pfirsiche... und dazu Jogurt. Da wir aber keine Zeit mehr hatten, alles zu essen, nahmen wir alles mit in die Schule.

Morgan und ich bewaffnet mit Unmengen Früchten

Die Party in der Schule war supercool, die Schüler aus Primaria und Secundaria kamen auch und es gab viel Konfetti, Schaum, laute Musik, Tanzeinlagen und alles. 

Ich und MorganIn der Schule angekommen mussten wir natürlich erstmal ein Selfie machen!

Wir mit anderen FreundinnenUnd auch ein paar Gruppenfotos müssen hin und wieder mal sein!

Meine KlasseUnd das ist meine Klasse! Wir mussten uns alle extra für die Semana Calasanz auch andere Uniformen kaufen.

 

Der Beginn der Semana Calasanz gab natürlich auch Anlass für jede Menge Partys. 

Freitag nach der Schule beglückten Morgan und ich noch drei Partys mit unserer Anwesenheit. 

Party aufgrund der Semana CalasanzEs war toll, weil auf diesen Partys alle von unserer Schule waren und sich alle kannten. 

Das Beste war jedoch, dass Morgan und ich noch unseren Berg an Früchten hatten. Währenddessen also die normalen Kids normale Partysachen machten, saßen wir beide auf dem Fußboden und stopften Obst in uns rein!

Fruit Party What we do at a party

Auch weiterhin war die Semana Calasanz klasse! In der folgenden Woche folgten Farbschlachten, jämmerliche Sportversuche meinerseits und Spaß, Spaß, Spaß.

Semana Calasanz! Farbschlacht Amiguis Eigentum! Mehr Fotos Freundinnen Bin ich stark!  #ichbincool

Meine Klasse verlor leider die meisten Sportspiele.

Klassenfoto

  2°B

  Und noch ein Klassenfoto

 Auch außerhalb der Schule läuft es wie immer gut. Zum Beispiel waren wir mal wieder mein Paintball spielen. Es war sehr lustig (bis Morgan mich fieserweise ins Bein geschossen hat, was echt wehgetan hat (in Morgans Worten; "hurt like a bitch!").

Paintball! Unser Team verlor hoffnungslos Kanada und Deutschland zusammen gegen Mexiko und Brasilien!

Außerdem war im November immer noch die Fería in der Stadt. Da mussten wir natürlich auch noch mal ab und zu hin.

Fería in Tlax Die Austauschschüler machen die Fería unsicher!

 Die Fería hatte aber nicht nur Fahrgeschäfte und Nachtsclubs bereitgestellt, sondern auch ein bisschen mexikanische Kultur. So 

Ich mit einem Mexikaner mit prespanischer Tracht Ich mit einer Skulptur einer indianischen Skulptur Ich mit der Skulptur einen Huehues (dazu später mehr) Mehr mexikanische Kultur Und ich!

Ansonsten stand auch noch ein Ausflug nach Chignaguapan an. In diesem Dörfchen wird zu Weihnachtszeit der ganze Christbaumschmuck hergestellt und verkauft. Zusammen mit meiner Familie und Morgan durchstöberte ich unzählige Läden.

Morgan im SelfiefieberMorgan hat irgendwie mein Handy in die FInger gekriegt und entwickelte eine Besessenheit, gaaaaaaanz viele Selfies zu machen. Den ganzen Tag! 

Weihnachtszeit in Mexiko (Kurze-Hosen-Wetter!)Jep, zur Eihnachtszeit in kurzen Hosen. So muss das!

Die Hauptattraktion in Chignaguapan ist allerdings die riesige Jungfrau in einer Kirche. Ich bin zwar selbst nicht religiös, aber dennoch hat sie mich sehr beeindruckt.

La virgen de la concepcion

"La virgen de la concepción" in Chignahuapan

Wir vor der Kirche  Und noch ein Selfie

Roatry lied auch zu einer Spendenveranstaltung ein. Dafür organisierten sie eine (ich bin mir micht zu 100% sicher wie es heißt, ich glaube aber, so nennt man das) Vaquillada ein. Das ist eine abgeschwächte Art von Stierkampf, wobei eine Babykuh so ähnlich wie im Stierkamp in einer Arena mit dem roten Tuch provoziert hat. Allerdings wird hierbei die Kuh nicht verletzt. Dennoch gefiel mir das als eingefleischter Vegetarierin garnicht. Das arme Tierkind war total gestresst und verängstigt und die anderen amüsierten sich auch noch darüber. Mir allerdings war eher zum Weinen als zum Lachen zumute. Deshalb lehnte ich es auch ab, bei diesem "Vergnügen" selbst mit zu machen.

Auf der Rotary-Veranstaltung

Für uns vier Austauschschüler bereitete meine Gastfamilie auch einaml den Temazcal vor. Von dem Temazcal habe ich schon einmal erzählt, also wer wissen will, was das ist, hier steht der Link: Temazcal

Es war sehr toll und ich habe es mal wieder sehr genossen.

Temazcal time

Und nochmal zum Thema Austauschschüler. Wir sind die besten Freunde geworden und teilen viele Erfahrungen. Der Spitzname für unseren asiatischen Austauschschüöer Mochilas hält sich hartnäckig, aber er hat damit hat er kein Problem. Wir sind alle sehr unterschiedlich. Während zum Beispiel er am Hausaufgaben Machen ist, sind wir drei anderen fast jeden Freitag mit all den anderen Mexikanern in unserer Mini-Disko Rush. Und wir haben uns totgelacht über dieses Schild:

NO MOCHILAS

Ansonsten war ich noch zu einem Geburtstag eingeladen...

Geburtstag meiner Freundin Ich mit meinen Mädels

...hab viel mit Morgan unternommen...

mal wieder ich mit Morgan

...und fleißig Fotos mit Freunden gemacht.

Ich mit Freunden Und noch mehr Freunde Las chingonas Noch mehr Selfies Und noch mehr Freunde!

Naja, ich denke, das wäre dann alles, was ich zum Noveber zu erzählen habe... Aber achso, ja, Schwangerschaft! 

 Schwangerschaft!

Aber bevor ihr auch Sorgen macht, dass ist nur ein Fake-Bauch, weil wir in der Schule ein Theaterstück zum Thema Teenager-Schwangerschaft hatten und dafür diese mitgebracht wurden.

Bloß eine Fake-Bauch

Jetzt hab ich aber endgültig genug erzählt für diesen fantastischen Monat November. Ich hoffe, es geht euch allen gut, ob ich euch kenne oder nicht! 

Viele Grüße, eure Rebekka

 

Besichtigen der Sonnen- und Mondpyramiden in Teotihuacán

Montag, 09.03.2015

Ich hatte im November die tolle Möglichkeit, die Sonnenpyramide zu besichtigen. Sie ist riesig und sehr berühmt. Der Link von Wikipedia und ein bisschen von der Beschreibung habe ich natürlich schon mal hier eingefügt:

 

Sonnenpyramide WIKIPEDIA:

Die Sonnenpyramide ist das zweitgrößte Bauwerk im vorspanischen Mittelamerika. Sie befindet sich im Zentrum der voraztekischen Ruinenstadt von Teotihuacán, rund 40 km nordöstlich von Mexiko-Stadt. Im Stadtbild von Teotihuacán befindet sich die Pyramide an der Straße der Toten zwischen der Mondpyramide und der Ciudadela im Schatten des mächtigen Cerro-Gordo-Massivs.

 

Es war nämlich so, dass im Hotel meiner Gastfamilie zwei kanadische Touristen übernachteten. Diese planten die Sonnenpyramide in Teotihuacán zu besuchen. Meine Gastfamilie ist echt super und sofort wollten sie auch uns das ermöglichen. Also handelten sie mit dem Ehepaar einen Deal aus, dass sie sie hinfahren würden, wenn diese dafür den Sprit bezahlen. Gesagt, getan. 

Die anderen Austauschschüler waren natürlich auch sofort Feuer und Flamme und so fuhren wir am nächsten Tag alle zusammen dort hin. Die Sonnenpyramide war gigantisch, aber dennoch erklimmten wir sie! 

Leider habe ich schon viel des Speichers meines Blogs aufgebraucht, weshalb ich nicht alle Fotos hochladen kann, aber hier kommen zumindest ein paar.

Kaktusse Der Blick nach unten Taiwan, Brasilien, Kanada und Deutschland auf der Sonnenpyramide Abenteurer und Entdecker (ganz cool, ich weiß) Ich zusammen mit Morgan Pyramiden! Gruppenfoto Die Mondpyramide Wunderschöne Verzierungen Austauschschüler Meine mamá Wir zusammen mit dem kanadischen Pärchen Austauschschüler (na klar mit Flaggen) Ich mit Gaby             

Neben der Führung durften wir noch traditionelle Salsas, Tequilas, Liköre und mehr probieren, ns wurde die Nutzung der Mageys gezeigt und in einem Souvenirshop haben wir uns mexikanische Hüte anprobiert.

  Megeys: Man kann zum Beispiel Kleidung daraus herstellen Sehr mexikanisch!

Es war ein Supertag, der sowohl Kultur als auch Sport als auch Spaß inpetto hatte.

 

Meine Antwort auf ein Kommentar zum Thema: SCHULSYSTEM IN MEXIKO

Montag, 09.03.2015

Letztens wurde ich gefragt, ein bisschen über das mexikanische Schulsystem zu erzählen. Da dachte ich mir, dass es vielleicht auch einige von euch interessieren könnte. 

Vorneweg möchte ich nur noch einmal betonen, dass ich nicht kritisieren möchte und das alles auch nur aus meinem eigenen Blickwinkel geschrieben ist und keine tatsächlichen Fakten sind.

 

 

KOMMENTAR:

Hey :) Ich kenne dich zwar nicht und bin auch nur durch Zufall auf deinen Blog gestoßen, aber er gefällt mir richtig gut! Ich schreibe gerade meine Facharbeit in Pädagogik und mein Thema ist die Auswirkung der Erziehung auf schulische Leistung. Weil mich Mexiko total interessiert, habe ich mich dafür entschieden es als Schwerpunkt für die Facharbeit zu nehmen. Ich würde mich total freuen, wenn du mir deshalb ein paar Fragen beantworten könntest. Also erst einmal würde ich gerne wissen, ob es wirklich so ist, dass in Mexiko fast alle in einer Großfamilie leben. Stimmt es, dass die Familie der Mittelpunkt ihres Lebens für die meisten Mexikaner und daher total wichtig ist? Außerdem interessiert mich, ob deine Gasteltern ihre Kinder beim lernen oder anderen schulischen Dingen unterstützen und Bildung als wichtig ansehen. Ich habe auch noch ein paar Fragen über die Schule. Ist der Unterricht dort, außer das es auf spanisch natürlich schwieriger zu verstehen ist, leichter als in Deutschland? Wird insgesamt viel Wert darauf gelegt, dass die Schüler gute Noten schreiben und etwas lernen? Es ist ja bekannt, dass das mexikanische Schulsystem eher ziemlich schlecht ist. Würdest du dem zustimmen? Das waren alle meine Fragen. Tut mir Leid, dass es so viele geworden sind :D Ich würde mich wirklich super darüber freuen, wenn du etwas Zeit für eine Antwort findest. Ich kann aber natürlich auch verstehen, wenn du mit anderen, viel spannenderen Dingen, in Mexiko beschäftigt bist :) Ich wünsche dir noch ganz viel Spaß bei deinem Auslandsjahr und hoffe auf eine Antwort. Liebe Grüße :) Kara

 

 

ANTWORT:

Hallo! :-)

Tut mir leid, dass ich mich mit der Antwort so verspäte, ich bin hier echt ziemlich eingespannt. Aber dafür habe ich mich auch noch mal extra für dich umgehört, weil ich ja als Austauschschülerin nur eine kleine Ecke Mexikos mitbekomme und verstehe.

 Zu deinen Fragen: Es kommt immer darauf an, welche Gesellschaftsschicht du betrachtest. Die Armen leben tatsächlich zusammen mit der ganzen Großfamilie. Oft haben sie sehr viele Kinder und auch diese bekommen schon sehr früh (mit 14 ist dort keine Seltenheit) selbst Kinder. Dort ist die Familie auch entsprechend wichtiger. Trotzdem können die Eltern aus der sehr armen Schicht kaum ihren Kindern helfen, weil sie selber kaum über Bildung verfügen. Leider wird auch fast kein Kind aus diesen armen Verhältnissen später studieren. Die Schulpflicht in Mexiko geht nur bis zum Ende der Secundaria, also 9 Jahre, was bedeutet, dass die meisten dieser Kinder die Schule schon zu diesem Zeitpunkt verlassen, wenn sie überhaupt zur Schule gegangen sind, weil traurigerweise  viele trotz Schulpflicht nicht zur Schule gehen, sondern stattdessen schon in früher Kindheit zu arbeiten oder zu betteln anfangen müssen. Zudem sind die öffentlichen Schulen hier meist ziemlich schlecht und die Schüler dort sind aufgrund ihrer niedrigen Chancen auch sehr unmotiviert. Wenn man sich also auf den sehr armen Teil der Bevölkerung bezieht, sind die meisten Vorurteile also leider wahr.

In den wohlhabenderen Schichten müssen sie allerdings nicht stimmen. Natürlich kann ich nicht für alle sprechen, sondern nur nach meinen Eindrücken, Erfahrungen und Erlebnissen. Die meisten meiner Freunde hier sind wohlhabender (nicht steinreich, wie einige Mexikaner, aber dennoch etwas mehr als der Durchschnitt) und ich gehe mit ihnen zusammen auf eine Privatschule. Normalerweise leben sie in ähnlichen Familienverhältnissen wie in Deutschland, also Eltern, durchschnittlich zwei bis drei Kinder und manchmal noch mit den Großeltern. Die Familie ist ihnen schon wichtig, aber nicht so sehr, wie man sich das von den Mexikanern vorstellt. Und natürlich ist das von Familie zu Familie unterschiedlich. Meistens helfen sie Eltern, insbesondere den jüngeren Kindern. Schulische Leistung hier ist auch sehr wichtig, die Schüler werden bei schlechten Noten bestraft, zum Beispiel in dem man ihnen ihr Auto wegnimmt. Dadurch, dass die Privatschulen teuer sind, ist der Leistungsdruck sogar noch höher (weil die Eltern gewissermaßen etwas für ihre Geld sehen wollen). Am schlimmsten ist es in der Woche der Examen. In meiner Schule werden alle Arbeiten in einer einzigen Woche geschrieben, also kommen auf einen Tag ungefähr drei. Während dieser Zeit sind die Schüler total gestresst, viele sind die ganze Zeit am lernen und es fließen auch so manche Tränen. Man spürt hier auch schon viel Leistungsdruck, wegen Studieren, der Zukunft und all dem. Wenn wir in der Klassenrunde über unsere Sorgen reden, fällt immer wieder das Wort „Schule”. Schüler, die die Schule ernst nehmen, verbringen oft Stunden mit den Hausaufgaben. Zum Beispiel meine 14-jährige Gastschwester macht täglich ungefähr vier Stunden Hausaufgaben. Hier in Mexiko macht es wirklich einen großen Unterschied, auf welche Schule du gehst, weshalb die Eltern, die es sich leisten können, viel Geld an die Privatschule ihrer Kinder bezahlen, um ihnen die bestmögliche Bildung zu ermöglich.

Doch dennoch, in Deutschland gehe ich, wie es ja normal ist, auf eine öffentlich Schule (Gymnasium), und soweit ich es sagen kann (nur meiner Meinung nach), ist sie trotzdem deutlich besser. Der Unterricht in meiner mexikanischen Schule ist hauptsächlich Frontalunterricht, der Lehrer spricht und die Schüler schreiben mit. Oft stellen die Lehrer eine Powerpoint-Präsentation vor. Das Äusserliche ist viel wichtiger als in Deutschland, der Lehrer sammelt regelmäßig die Hefte ein, weshalb alle sich total mühe geben. Ich persönlich sehe das eher kritisch, weil die Schüler dem Schönschreiben, Zeichen und in allen Regenbogen verzieren viel mehr Aufmerksamkeit widmen als dem eigentlichen Inhalt. Außerdem benutzen die hier fast keine Bücher, was der Grund dafür ist, dass sehr viel Zeit des Unterrichts dadurch verloren geht. Auch wird in jeder Stunde die Anwesenheit überprüft, was ebenfalls viel Zeit frisst. Und als wäre dadurch nicht genug zeit verloren gegangen, geht der Lehrer auch jede Stunde rum, um in die Hefte auf die Hausaufgaben seine Unterschrift zu klatschen, ohne zu korrigieren oder nur zu lesen.  Daraus folgt, dass kaum zeit für den Unterricht bleibt und alles zu Hause gemacht werden muss. Allerdings werden die Aufgaben immer sehr schlecht gestellt, den Lehrern ist es meist wichtiger, wie es aussieht als was drin steht und so bekommen wir oft Arbeitsaufträge, wie zum Beispiel eine Art Diagramm machen, was eigentlich nur 5 Minuten Aufwand kosten würde, der Lehrer es aber min ganz vielen verschiedenen Farben und so bestellt, sodass man eine Stunde mit ausschneiden und kleben beschäftigt ist, anstatt das man die Zeit zum erklären und verstehen nutzen könnte. Um ehrlich zu sein fühle ich mich durch die ganze Bastelei hier manchmal echt wie im Kindergarten. Das Schlimmste sind dann Referate und ähnliche Arbeiten. In Physik zum Beispiel sagte der Lehrer, dass er das Plakat mit ganz vielen Farben haben will, sodass wir 5 Minuten damit beschäftigt waren, zwei Sätze mit ganz wenig Information, die so wie so schon jeder kannte, aufzuschreiben und dann den Rest der Zeit mit malen. Es tut mir sogar ein bisschen leid, wir die Lern- und Arbeitsbereitschaft bei einigen hier wirklich sehr hoch ist. Was mit außerdem aufgefallen ist, ist, dass ich viele Unterrichtsthemen, die hier gerade durchgenommen werden, schon in Klasse 9 hatte. Normalerweise werden die Themen auch nur angekratzt. Oft lernen die Schüler eher auswendig als dass sie den Stoff wirklich verstehen. Es wird wenig erklärt, dass meiste müssen sich die Schüler in den Hausaufgaben selbst erarbeiten, weil im Unterricht dazu kaum zeit bleibt. Die Gründe dafür habe ich zum Teil ja schon erwähnt, hinzukommen jedoch noch zeit zum Beten, Homenaje (jeden Montag: Flagge, Marschieren, Hymne usw.) und ab und zu Gottesdienste. 

Durch die Eindrücke, die ich hier erlebt habe (die aber in jeder Schule anders sein können, also nicht zwangsläufig für ganz Mexiko gilt), würde ich schließen, dass das Lehrmodel (so nennt man das doch, oder?) in meiner Schule nicht so schlecht ist, wie da die Vorurteile annehmen lassen, aber dennoch weit entfernt von dem deutschen sind. Dem sind sich aber auch die meisten bewusst, meine Gasteltern zur Zeit beispielsweise besitzen eine Privatschule und kennen sich wohl ein bisschen aus und sagten mir, dass ihr Schulsystem nicht so toll ist wie das unsere.

Dennoch liebe ich es hier und in einigen Aspekten ist die Schule hier auch besser. Das Gemeinschaftsgefühl, die Freundlichkeit, die Freundschaften mit den Lehrern, die Vorteile, die eine Uniform mit sich bringt und vieles mehr.

Es freut mich, dass dir mein Blog gefällt und dass ich nicht jeden mit meinem Gelaber langweile.

Ich hoffe, ich konnte dir deine Fragen soweit beantworten, obwohl ich nur noch mal anmerken möchte, dass das wo anders in Mexiko auch total anders sein kann. Außerdem will ich auch gar nicht kritisieren, mir wurden auch einige Gründe für die Unterschiede genannt (die Direktorin meinte zum Beispiel, dass das selbstständigere Arbeiten und Denken von Kindesalter geübt werden müsste, und da meine Mitschüler nach ihren Aussagen nicht gelernt haben, kann man den Unterricht nicht so aufbauen wie in Deutschland).

Viel Glück bei deiner Facharbeit, falls du noch was brauchst, ich helfe immer gern (oder versuche es zumindest).

Viele Grüße,

Deine Rebekka

 

Wenn irgendjemand sonst noch irgendwelche Fragen zum Thema Mexiko hat, kann er es gerne sagen, ich werde mich bemühen, meine Erfahrungen weiterzugeben.

Rotary-Wohltätigkeitsaktion & Piñatas

Montag, 09.03.2015

Anfang Dezember stand dann eine Rotary-Wohltätigkeitsaktion an, an der wir teilnehmen sollten. Im Dezember sind die Nächte mittlerweile schon ziemlich kalt, die Tage bleiben zwar sommerlich und sonnig, aber in der Nacht sind sogar deutsche Temperaturen möglich. 

 Deshalb teilten wir zwei Tage lang decken and den sehr armen Teil der Bevölkerung aus. WIr fuhren n die Dörfer und Kommunen. Es war traurig, die starke Armut der Menschen zu sehen (die ich ja aus Deutschland überhaupt gar nicht kannte). Dennoch, es war schön, zumindest ein bisschen helfen zu können!

Rotary Club Tlaxcala Während des Decken Austeilens Wir teilen Decken aus Wohltätigkeitsaktion Decken austeilen

Gruppenfoto

Wir waren auch in einer indigenen Schule   Zusammen mit einigen Bewohnern eines sehr armen Dorfes

Es war schrecklich, die Bedingungen zu sehen, in denen hier einige Leben müssen. Wir sahen Wellblechhütten, halbe Ruinen und winzige Hütten, die Familien beherbergten.

Fotos eines Dörfchens So leben hier viele

Wir Austauschschüler

Wir fanden auch ein total abgemagertes Hundebaby, was wir mitnahmen, es starb allerdings nach einigen Tag. Es sterben hier unzählige Hunde, insbesondere die Straßenhunde und deren Welpen.

In den ersten Tagen des Dezembers wurde ich auch zu einer Weihnachsfier eingelagen, von der Familie, mit der ich auch in Querétaro war. Es war sehr schön, wir sangen mexikanische und spanische Weihnachtslieder (ich nuschelte sie eher, weil ich keine Ahnung über den Text hatte. Das Coolste an dieser Feier war, dass sie echte mexikanische Piñatas hatten. Es war sehr lustig, zu versuchen, diese zu schlagen und wenn es endlich jemand geschafft hatte, sich auf die Süßigkeiten und das Obst zu stürzen.

Ich und die Piñata

Und waren wir mal wieder in der Minidisko Rush, diesmal, um zu feiern, dass die Ruta Maya bald starten würde. Leider fehlt mir hier der Platz, euch die Fotos von dieser großartigen Reise zu zeigen, weshalb ich eine zweite Seite eingerichtet habe, auf der ihr euch die Fotos angucken könnt und ein bisschen darüber lesen könnt. Hab aber kaum damit angefangen, also wartet lieber noch ein bisschen ab, bevor ihr die andere Seite besucht. Trotzdem, hier ist schon mal der Link:

http://rebekka-reist-durch-mexiko.auslandsblog.de/

 

Aber zurück zum Thema, hier sind ein paar mehr oder weniger coole Snapchat-Screenshot-Fotos... 

 Ready to party Selfie in der Disko (ich weiß, peinlich...) Ruta Maya fängt bald an: PARTY!

Und danach die Zeit während der Ruta Maya war traumhaft, dazu aber auf der anderen Seite später mehr...

3. Quartalsbericht

Donnerstag, 26.03.2015

Liebe Rotarier, liebe Freunde,

das ist jetzt ja schon mein dritter und letzter Quartalsbericht. Es erschrickt mich, wie schnell die Zeit voranschreitet. Ich bin ein bisschen traurig, dass schon mehr als die Hälfte meines Austauschjahres vorbei ist, aber dennoch genieße ich den Rest, der mir noch bleibt, sehr.

Momentan habe ich so viel Zeit, meinen Quartalsbericht zu schreiben, weil ich von der Schule suspendiert wurde. Nicht aber, weil ich irgendwas ausgefressen hätte, im Gegenteil, ich benehme mich in der Schule sehr gut und integriere mich viel. Der Grund meiner Suspendierung ist der, dass mein Gastvater sehr viel vergisst, so auch, die Schule zu bezahlen und wie das mit den Privatschulen nun mal ist, werfen die einen eiskalt raus, bis die Schule bezahlt ist. Aber immerhin gibt mir das ein bisschen Zeit, weil ich normalerweise echt sehr gestresst und beschäftigt bin.

Seit dem letzten Quartalsbericht ist viel passiert. Nach der Einlieferung meiner Mutter ins Krankenhaus aufgrund ihres Unfalls im Januar habe ich ungefähr einen Monat bei Freunden gelebt. Die ganze Familie sind sehr gute Freunde von mir und sie haben mich auch schon nach Querétaro mitgenommen. Wir verbrachten eine fantastische Zeit zusammen und sie nahmen mich wie einen Teil ihrer Familie auf. Es waren Ferien, und wir besuchten fast jeden Tag ihre Familie in Puebla. Sogar Silvester feierten wir dort. Als dann die Zeit zu Gehen gekommen war, war es sehr hart für mich, weil ich diese Familie wirklich lieb gewonnen habe und sie sogar versuchten, dass ich dort bleiben könne.  Das war leider nicht möglich, aber immerhin besuche ich sie jetzt ungefähr einmal in der Woche.

Silvester in Puebla

 

Aber auch meine neue Gastfamilie ist sehr nett. Insbesondere mit der 14-jährigen Gastschwester verstehe ich mich blendend. Wir verbringen so ziemlich jeden Abend zusammen. Auch Die Mutter ist eine sehr sympathische Frau, bloß der Gastvater ist sehr streng und eingeschränkt mir Verständnis und Kompromissen. Er hat klare Vorstellungen von anderen Ländern und hält sich sehr an seinen Vorurteilen fest. So macht er viele rassistische Witze (zum Beispiel über den vorherigen Gastsohn, einen Taiwanesen) und erwartet von mir, unheimlich schlau und unabhängig zu sein, nur weil ich Deutsche bin und unser Schulsystem dort besser ist. Das war für mich schon ein bisschen schwierig, weil ich immer alleine gehen muss und sie mich nie abholen  oder hinbringen, weil ich ja als Deutsche schon irgendwie den Weg finden können sollte. Außerdem geben sie mir keinen Schlüssel und kommen jeden Tag erst gegen 17:00 Uhr nach Hause, so dass ich immer darauf angewiesen bin, mit Freunden etwas zu unternehmen und wenn ich an einem Tag mal nichts geplant habe, muss ich bis dahin in der Schule warten. Zuerst hat mich das sehr gestört, aber mittlerweile verstehe ich sie verstanden. Sie wollen nämlich nicht, dass ich alleine zu Hause bin. Und das mit gutem Grund. Denn das ist ziemlich gefährlich. In unserem Haus wurde sogar schon eingebrochen und wir hatten ein Riesenglück, dass wir nicht dort waren. Wir haben auch von einer Frau aus unserer Gegend gehört, der die Hand während eines Einbruchs durchschossen wurde. Zeugen berichteten, dass auch die Räuber in unserem Haus bewaffnet waren. Sie verwüsteten das ganze Haus und durchwühlten alles. Ich hatte mehr oder weniger Glück und mir wurde „nur“ meine Kamera und 1500 Pesos (ungefähr 100€) gestohlen. Meinen Gasteltern allerdings wurden Dinge im Wert von ungefähr 5000€ geklaut. Es war grauenhaft, wir hatten sehr viel Angst und meine Gastmutter hat sehr viel geweint, aber mittlerweile haben wir die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, mit hohem Elektrozaun und vielen Kameras. Trotzdem erschrecken wir uns sehr, wenn wir plötzlich etwas hören oder jemand an der Tür klingelt. Um aber zu dem Thema Gastfamilie zurückzukommen: Obwohl es die eine oder andere Schwierigkeit gab und gibt, bin ich sehr glücklich mit ihnen und will (schon wieder) gar nicht mehr ausziehen.

Über die Schule gibt es nicht viel Neues zu erzählen. Mein Lieblingsfach ist Englisch, weil ich darin sehr gut bin und wir viel Teamarbeit haben. In den anderen Fächern beteilige ich mich eher weniger. Den Großteil des Lernstoffes lernte ich bereits in Deutschland und hier geht es meistens nur um Modelle und Plakate basteln. Es wird jede Menge beispielsweise gezeichnet, was einfach nicht zu meinen Talenten zählt. Mittlerweile darf ich auch wieder hingehen, was toll ist, weil die letzte Woche vor den Ferien die „Semana de las humanidades“ ist. Am Montag bei der „Homenaje“ hatte ich die Ehre, das Band zu halten, welches zur Eröffnung durchschnitten wurde. An diesem Tag mussten alle aus meiner Englischgruppe Länder präsentieren. Mein Team hat Deutschland vorgestellt und es war so super! Wir haben uns alle (mehr oder weniger) typisch deutsch angezogen. Meine Mexikaner waren total begeistert, wir haben ein bisschen über die Kultur erzählt und auch für die ganze Schule deutschen Apfelkuchen gebacken.

Deutschlandpräsentation

Ich mache auch oft Vorträge in der Schule über Deutschland und habe sogar schon eine Präsentation in der Universität gemacht.

Viele Vorträge über Deutschland

Außerdem werde ich auch in zwei Wochen über Rotary in der Zeitung erscheinen. Im Moment plant Rotary insgesamt ziemlich viel für uns. Wir (Austauschschüler) müssen zum Beispiel ein Wohltätigkeitsprojekt machen. Dafür werden wir dann auch noch mal im Radio interviewt. Und in den Ferien steht dann die Distriktkonferenz an, für die wir noch einen typischen Tanz aus Tlaxcala lernen müssen (Huehues) und ein Lied auf Nahuatl (Sprache der Azteken) auswendig lernen. Zuvor hatten wir allerdings leider kaum was mit den Rotariern zutun, weil die in unserem Club kaum Ausflüge machen und wir auch nicht zu jedem Meeting kommen müssen.

Den typischen Tanz aus Tlaxcala habe ich mir auch schon angeguckt. Die Geschichte der Huehues ist die, dass sich die Indianer über die Spanier lustig machen wollten, sodass sie sich Masken mit spanischen weißen Gesichtern aufsetzten und dann tanzten. Und noch bis heute tanzen sie jedes Jahr zum Karneval. Ich habe sie mir angeguckt und es war magisch. Sie tragen ganz viele unterschiedliche Kostüme, zum Teil total bunt und prächtig. Ich bin wirklich ganz verzaubert von diesem Teil der Kultur aus Tlaxcala und bin schon ganz aufgeregt, das selbst lernen zu dürfen.

 

Ich mit einem Huehue

Und zum Thema Wohltätigkeit: Ich habe auch schon in einem Krankenhaus als einer der drei heiligen Könige zusammen mit Freunden Geschenke an krebskranke Kinder ausgeteilt. Es war wirklich ein schönes Gefühl, weil die Kinder aus zu Teil wirklich sehr armen Familien kamen und kaum Spielzeug hatten. Sie freuten sich echt riesig, und sie waren so süß, viele wollten auf den Arm genommen werden. Es war zwar traurig, so kranke Kinder zu sehen, zumindest ein bisschen Freue zu spenden.

Wir als heilige Könige im Hospital

Um mich mehr zu integrieren, nahm ich auch an einem Treffen des „Movimiento Calasanz“ teil. Das war ein religiöses Treffen auf dem „Malintzi“ (ein Vulkan hier in der Nähe) und obwohl ich absolut nicht religiös bin, war es eine tolle Möglichkeit, viele neue Leute kennen zu lernen und außerdem habe wir auch viele lustige Spiele gespielt! Ich habe es sehr genossen.

Treffen des Movimiento Calasanz

Auch besuchte ich mit meiner Klasse die „Malintzi“. Wieder spielten wir viele Spiele, erschreckend viele, in denen man mit Kleidung ausziehen oder Leute küssen verstraft wurde, obwohl auch dieser Ausflug religiöse Hintergründe hatte. Es ist echt beeindruckend, wie gut die Klassengemeinschaft hier ist und wie offen miteinander geredet wird. Wir sprachen über den Tod und entschuldigten und verziehen uns. Ich habe meine Klasse echt sehr lieb, alle sind immer nett zu mir und helfen mir wo sie können. Abe eigentlich sind fast alle aus der ganzen Schule meine Freunde. Es ist so schön, wenn in der Pause alle auf mich zukommen, mich grüßen (mit Küsschen auf die Wange) und mit mir reden wollen. Ich fühle mich sehr, sehr wohl hier und versuche auch schon, mein Auslandsjahr einen Monat zu verlängern, weil ich hier gar nicht mehr weg will.

Ich mit meiner Klasse

Und das Wetter hier ist super. Im Januar hat schon der Sommer angefangen, es scheint immer die Sonne, ich bin schon braun gebrannt (obwohl die Mexikaner immer noch behaupten, dass ich total weiß bin) und genieße es sehr, draußen zu sein. Aber dennoch ist das Schönste hier für mich, dass ich so viele echte Freunde gefunden habe. Ich bin sogar schon die beste Freundin von einem Mädchen und sie ist meine hier. Viele sind ehrlich traurig, dass ich schon so bald weg muss und so trauriger bin ich darüber. Ich fühle mich hier so zuhause. Ich habe hier in Tlaxcala eine zweite Heimat, ein zweites Zuhause gefunden und ich werde auf jeden Fall zurückkommen.

 

Wenn ihr etwas mehr aus meinem Leben hier erfahren wollt, könnt ich euch auch meinen Blog angucken:

http://rebekka-in-mexiko.auslandsblog.de/

Mit ganz herzlichen Grüßen,

Rebekka

Deutsche und jetzt auch Mexikanerin

Viva México

Winter, Feiertage & Ferien !

Mittwoch, 15.04.2015

Von 7. bis zum 22. Dezember nahm ich dann bei der Ruta Maya, einer großen Rotary-Austauschschüler-Reise teil. Wir sahen viel von Mexiko, der Maya-Kultur und den Traumstränden. Wer mehr darüber wissen will, hier geht es zu einem kleinen Bericht dieser wundervollen Reise:

http://rebekka-reist-durch-mexiko.auslandsblog.de/

Als ich wieder nach Hause kam, hatten die Ferien schon begonnen (endlich!). Die ersten Tage verbrachte ich damit, viel zu entspannen (zu meiner Verteidigung: Ich war ein bisschen krank von der Ruta Maya), an meinem 2. Rotary-Quartalsbericht zu arbeiten und mich ab und zu mit Freunden zu treffen. So kam es auch dazu, dass mich ein Freund nach Puebla einlud,weil er meinte, vielleicht könnten wir dort deutsches Brot finden (es könnte nämlich sein, dass ich ab und zu (oder ständig) über das mexikanische Schlabberbrot gejammert habe und immer wieder das richtige deutsche Brot vermisst habe). Tatsächlich fanden wir in einer Shopping-Mall in der internationalen Essensabteilung etwas vergleichbares. Ich war total begeistert und dazu schenkten er und seine Familie (mit der ich mich auch hervorragend verstehe) eine Tafel Rittersport (wie ich die deutsche Schokolade vermisst habe). Es war einfach herrlich, gleich am nächsten Tag hatte ich schon alles aufgegessen. Und obwohl ich Deutschland eigentlich gar nicht vermisse, tat es gut, mal einigermaßen deutsches Essen zu essen und es fühlte sich an wie ein Stückchen Heimat.

Deutsches Brot und deutsche Schokolade (Himmel!!)

 

Von der Weihnachtszeit habe ich hier kaum was mitgekriegt. Es kommt immer auf die Familie an, wie es gefeiert wird und meine Familie hat fast keine weihnachtlichen Traditionen mitgemacht. Bei uns gab es weder einen Advenzkalender noch einen Adventskranz,von Kerzen, Nikolaus feiern, Weihnachtsliedern und all dem fehlte hier jede Spur. Ich hatte am 24. Dezember fast vergessen, dass ja Weihnachten war. 

Meine kleine Schwester in Deutschland sagte zu mir, dass es ja das Fest der Liebe und Familie sei und wir deshalb ma skypen sollten. Das hatte mich gefreut und war zum verabredeten Zwitpunkt bereit und aufgeregt. Anders aber meine Familie. Diese war immer zu beschäftigt mit Spiele spielen, Essen und Geschenke auspacken und ich wurde immer wieder abgewimmelt. Es wird ja gesagt, dass Weihnachten die schwerste Zeit für die Austauschschüler wäre, weil sie besonders dann ihre Familie und ihre Heimat vermissen. In meinem Falle trifft das aber überhaupt nicht zu. Mir ging es durchgehend gut, obwohl ich nach dem Skype-Desaster doch ein bisschen beleidigt war. Deshalb musste ich ganz viel mit meinen Freunden skypen und ihnen eine frohe Weihnacht wünschen. 

Am Abend besuchten meine Gastfamilie und ich dann zunächst meine Tante (die ich auch total gern habe) imunteren Stockwerk. 

Weihnachten

Links meine Tante, dann meine Gastschwester, dann ich und ganz rechts meine Gastmutter

Danach fuhren wir zusammen zum Haus meiner Gastoma, wo eine kleine Familienfeier mit dem Rest der Familie war. Es war zwar ganz nett, aber eher wie ein ganz normales Familienabendessen. Es gab überhaupt keine Geschenke oder Weihnachtsbräuche. Aber trotzdem, es war nett.

Am 30. Dezember hatte meine Gastmutter dann einen ganz schrecklichen Unfall. Ich saß gerade mit meinem Gastvater im Auto auf dem Weg zu einer Geburtstagsparty einer Freundin, als der Anruf kam. Wir sind daraufhin so schnell zurückgefahren, dass ich schon Angst vor einem nächsten Unfall (Verkehrsunfall) hatte. Als wir ankamen, war der Krankenwagen schon da. Es war grauenhaft. Ich habe ja schon einige male von der Temazcal unseres Hotels berichtet, und die ist meiner Mutter explodiert (oder so ähnlich). SIe hatte viele schwere Verbrennungen erlitten und wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert. Ich war sehr traurig und besorgt und die ganze Familie war sehr gestresst.

Das war dann auch der Grund, weshalb am nächsten Tag die Frau, die mich auch schon nach Querétaro mitgenommen hat (sie heißt übrigens Mary Carmen) vorbei kam. Sie meinte, sie hätte von dem Unfall gehört und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, für einige Zeit bei ihnen zu leben, weil die Situation in meiner Gastfamilie ja gerade ein bisschen schwierig war. Ich habe mich echt total über die Einladung gefreut und lebte fast einen Monat mit ihrer Familie zusammen. Schon vorher waren ihre drei Söhne sehr gute Freunde von mir, eben so auch die Eltern, aber während ich mit ihnen gelebt habe, wurde ich ein Teil der Familie. 

Wir verbrachten sehr viel Zeit in Puebla, weil dort der Rest ihrer Familie lebt. Schon gleich am ersten Tag meines Aufentaltes, es war Silvester, fuhren wir nach Pueba. Wir verbrachten SIlvester mit der Großfamilie,wir waren sogar im Gottesdienst (ich hab versucht, die Lieder so gut ich konnte mit zu singen). 

 

Silvester

Ich verbrachte SIlvester sehr gut, alle waren sehr nett zu mir (und es gab viel zu Essen). Ich redete viel mit meinen Freunden und hatte auch schon gleich einen tollen Neujahrsvorsatz: 

"Ab jetzt lerne ich richtig Spanisch!"

Also sprach ich, anstatt wie sonst mit vielen meiner mexikanischen Freunde auf Englisch zu kommunizieren, nur noch auf Spanisch. Ich sprach die Sprache zwar schon relativ gut, aber dennoch war der Schwerounkt immer Englisch, aber das wollte ich nun ändern. Ab und zu hätte ich mir gewünscht, ein bisschen auf Englisch zurückzugreifen, wenn ich mich mal nicht auszudrücken wusste, aber ich blieb hart. Das schwierisgte war, dass ich eine deutsche Spielanleitung (vom Spiel WIzard) auf Spanisch übersetzten musste. Es war sehr kompliziert, aber danach hatten wir viel Spaß, als ich es endlich hingekriegt hatte, ihnen das Spiel zu erkläre.

Frohes neues Jahr an alle

Ich mit dem ältesten Bruder Fernando

Frohes neues Jahr an alle!

Das neue Jahr begann sehr tierisch. Der Cousin meiner Freunde sammelt exotische Tiere wie Leguane, Geckos und Vogelspinnen.

Ich mit einem Gecko Ein Leguan, Fernando und ichDer Leguan

 Auch nach Silvester fuhren wir fast jeden Tag nach Puebla. Ich lernte eine 13-jährige Cousine kennen, die ganz super deutsch sprach. Sie geht auf die deutsche Humbold-Schule in Puebla und war auch schon in Deutschland. Ich war ganz davon begeistert, endlich mal wieder mit jemanden deutsch reden zu können und laberte sie die ganze zeit zu.

  SIe ist verzweifelt, weil ich so viel deutsch spreche

(Die Schule bringt überhaupt nichts, ICH VERSTEHE SIE NICHT)

 Wir besuchten sie auch in ihrem Haus, um Rosca zu essen. Rosca ist ein sehr typisches Essen für die Weinachtszeit. Es ist eine Art Kuchen, in den kleine Plastik-Jesus-Baby-Figuren eingebacken sind. Wer eine in seinem STück findet, muss eine Party veranstalten und zu Tamales (sehr mexikanisches Essen aus Mais) einladen. Ich habe gefühlte 1.000 mal hier im WInter Rosca gegessen. Und natürlich darf auf keiner mexikanischen Feier "No rompas más mi popre corazón" und "Payaso de rodeo" von "Caballo Dorado" fehlen. Das sind DIE Lieder für jeden ANlass, die immer von allen zusammen getanzt werden.

 

Lied und Tanz: No rompas más mi popre corazón

 

 

Lied und Tanz (in dem Video irgendwie ein bisschen unkoordiniert): Payaso de rodeo

 

Diese Tänze machen echt viel Spaß!

Gemeinsames Essen

Los chingones

Los chingones -> Die verdammt tollen

Wir zusammen im Auto

Die Cousine ist danach sogar mit uns nach Tlaxcala gekommen und hat bei uns übernachtet.

Weil wir zu Silvester ja überhaupt nicht geböllert haben, holten wir das in einer der darauffolgenden Nächte nach. Ich war mir zwar überhaupt nicht sicher, ob das legal war, aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Danach waren wir alle zusammen auf den Spielplatz.

Wie süß ich bin.  Wippen

Wir bowlten auch, als wi in Puebla waren, wobei ich ganz bemittleidenswert verloren habe.

Bowling

Und auch bei uns fand eine Rosca-Party statt. Das hat auch Spaß gemacht, und einige meiner Freunde kamen auch.

Familienfeier

An einem Tag besuchten Rodrigo und ich eine sehr gute Freundin, Alexandra, die es liebt , Fotos zu machen. So hatte ich das Pech, dass sie ganz besessen war, mich zu fotografieren.

Ich Ich mit einer Eidechse auf der Nase Ich mit ihrem Chihuahua Tamal

 In Mexiko ist es normalerwese nicht der Weihnachtsmann, der die Kinder beschenkt, sondern die drei heiligen Könige. Die Kinder schreiben am Abend vor dem Tag der drei heiligen Könige einen Brief und am nächsten Morgen finden sie dann Geschenke auf.

Auch ich habe einen Brief mit total realistischen und wohl verdienten Wünschen geschrieben:

Mein Brief an die heiligen drei Könige Mein Kunstwerk 

Und am nächsten Morgan lagen dann tatsächlich Gechenke für mich da. Ich hab mich irgndwie ein bisschen schlecht gefühlt, weil die Familie schon die ganze Zeit viel zu nett zu mir war, mich bei ihnen wohnen lassen hat, mich immer zum essen eingeladenhat und sich auch ansonsten exelent um mich gekümmert hat, sodass ich es als viel zu viel betrachtete, dass sie mir auch noch was schenken wollten. Insbesondere, weil es nicht nur ein kleines war. 

Meine Geschenke

Den Gutschein für mein Einhorn hab ich zwar noch nicht eingelöst, aber die Schuhe hab ich jetzt schon. War allerdings auch höchste Zeit, weil meine alten echt schon halb auseinander gefallen sind. Und dazu schenkten sie mir auch noch einen Schlafanzug, Süßogkeiten und Geld. Es war viel zu viel. Ich versuchte mich, zu bedanken, doch sie meinten, das wären die drei heiligen Könige gewesen.

Zum Thema drei heilige Könige: 

An einem anderen Tag verkleideten wir drei uns als die drei heiligen Könige, um an die krebskranken Kinder Geschenke auszuteilen. Die Kinder waren so süß und haben sich auch total darüber gefreut, dass wir gekommen waren. Die größeren wollten Fotos mit uns machen und die kleineren auf den Arm, wenn sie nicht zu schüchtern waren. Es tat schon weh, so kleine liebe Kinder so krank zu sehen, aber es war ein wunderschönes Gefühl, ihnen ein Lächeln auf's Gesicht zaubern zu können. 

Und wir kamen sogar mit unserer Aktion in die Zeitung und ins Fersehen!

Wir als drei heilige Könige   

  Zusammen mit den krebskranken Kindern Mit dem kleinen Santi

Die 3 heiligen Könige Im Krankenhaus

Geschenke austeilen im Krankenhaus Zusammen mit einem krebskranken Jungen

 Wir machten viele tollte Familientreffen, wo ich schon voll und ganz als Teil dieser Familie angenommen wurde. Einmal versammelten wir uns alle im Park (natürlich wieder in Puebla) und es war super! WIr spielten mit einem Rugby-Ball und mit einer Frisbee, wir fütterten riesige beängstigende Enten und Gänse und aßen auch selber unheimich viel.

Im Park Familientreffen

 Und immer wieder suchten wir unsere Lieblingseisdiele in Puebla auf.

In der Eisdiele

Ich habe es geliebt, mit dieser wundervollen Familie zusammen zu wohnen. Ich sie wollten mich auch gar nicht mehr gehen lassen und versuchten wirklich, die Rotarier zu übereden, dass ich bei ihnen leben darf. Hat aber leider nicht geklappt. Deshalb näherte sich langsam aber sicher mein Auszug. Ich verlängerte meine Ferien um ein paar Tage, damit wir noch mehr Zeit mit ihnen verbringen zu können und es einfacher zu machen. 

Am letzten Abend aßen wir nochmal alle zusammen Rosca:

Rosca essen

So sieht übrigens ein typischer Rosca-Kuchen aus. Die Streifen oben drauf sind in den Nationalfarben. In meiner Hand liegen zwei der Plastikbabys, die normalerweise im Rosca eingebacken sind.

Die Mutter meinte, sie würde am folgenden Tag ganz bestimmt weinen, weil sie ja eine Tochter verlieren würde. Ich war ganz gerührt. 

Am nächsten Tag gingen wir alle zusammen frühstücken.

Frühstück mit mein Jungs

 Dann machten wir noch ein Familienfoto, wo aber der Vater und ein Kerl fehlen.

Familienfoto

Danach übergaben sie mich an meine 2. Gastfamilie und das normale Leben und die Schule fing wieder an. Ich genoss die Zeit sehr und obwohl ich zuerst sehr nervös war und nicht wechseln wollte, gefällt mir nun auch das Leben mit meiner 2. Gastfamilie total.

Neue Gastfamilie, neuer Stundenplan, neues Jahr: JANUAR

Montag, 11.05.2015

Irgendwann Im Januar fing dann auch die Schule wieder an. Halb freute ich mich darauf, halb hatte ich überhupt keine Lust. Das frühe Aufstehen war zwar hart, aber es war schön, nach so langer Zeit endlich meine Freunde wieder zu sehen. Wir bekamen auch einen neuen Stundenplan, den ich hier vorsichtshalber reinstelle, falls er irgendwen interessieren sollte. WIr haben immer nur sehr wenig Unerricht (nie Nachmittagsunterricht JUHU!), jeden zweiten Freitag endet die Schule sogar schon eine Stunde früher als normal.

Mein alter Stundenplan Mein neuer Stundenplan

 

Und wie die Schule wieder anfing, fing auch die endlose Langeweile während des Unterirrichts wieder an. So machte ich, als die anderen in Biologie irgendwas langweiliges mit Bohnen machten, dieses Kunstwerk:

México & Alemania

 Naja, meine Begeisterung zur Schule hält sich wohl um ehrlich zu sein eher in Grenzen.


Schule     Schule      Schule

 

Was mache ich sonst noch in meiner Freizeit?

Naja, ich war auf einem Geburtstag:

Alexandras Geburtstag Gruppenfoto zusammen mit Morgan Noch ein paar Selfies mit den Chicas fotofotofotofoto

Und zu noch einem Geburtstag:

Der Geburtstag von Mich Karaoke!

Dieses mal war es aber eine Party mit Karaoke, was ich echt super fand, weil ich ja nie ein Problem hab, mich zu blamieren, besonders dann nicht, wenn ich ein Austauschschüler bin. Das Coolste allerdings war, dass das Hobby ihres Vaters ist, Bier selbst herzustellen. Mich führte mich ein bisschen herum und es war sehr interessant. Ich hab mich total gefreut, weil, naja, ich bin halt Deutsche, sodass mir bei Bier gleich das Herz aufgeht.

MOZENCAHUA Bieeeeeeeeeeeer Zusammen mit Mich in der Bierfabrik

 

Mit Mich habe ich dann auch weiterhin sehr viel unternommen. Wir haben einen neuen Rekord für Übernachtungen in Folge aufgestellt und ich habe mich auch mit ihrer Familie sehr gut angefreundet und werde mittlerweile schon fast als Teil der Familie gezählt.

So haben wir auch zusammen zum Beispiel eine Kirche hier aus Tlaxcala angeguckt, die echt sehr schön ist.

 
Mit Mich vor einer Kirche Die Kirche 

Hierher kam ich auch mit meiner Schule, weil dort ein Gottesdienst gehalten wurde. Meine Schule ist sehr katolisch, wir beeten viel im Unterricht, haben auch eine eigene Schulkapelle und manchmal gehen wir halt sogar in die Kirche.

Nach dem Gottesdienst in der Kirche

 Auf dem Foto lässt sich schon erkennen, dass ich, obwohl ich ja in Deutschland vergleichsweise klein bin, ziemlich groß bin. Neben mir steht meine Lieblingskanadierin Morgan und neben ihr ein Mädchen Namens Diana, mit der ich sehr eng befreundet bin. 

Ich zusammen mit meiner Freundin Diana

 Esto es amistad = Das ist Freundschaft

Einmal als ich sie besucht habe, waren wir erstauf dem Jahrmarkt ihres Dorfes, wo wir uns dann Tattoos gekauft haben, die wir uns dann aufgeklebt haben!

Tattooooo

 

<-Das ist Freundschaft!

    VIVA MÉXICO CABRONES->

 

 

 

 Ich habe dann auch die Familie gewechsetl und die sind auch sehr, sehr nett. Insbesondere mit der Gastschwester habe ich mich super verstanden. Trotzdem besuche ich aber immernoch meine alten Familien.

Mit meinen Freunden zu Besuch bei der Familie, mit denen ich vorher gelebt habe

 

friends Amiguis  Juebebes

 ____________________________________________________________________________

 

Mit meinen FreundinnenIn der SchuleUnd hier noch mal ein paar Fotos !
WOOOOW!

 Zu dem letzten Bild: Gegen Januar habe ich dann auch einen Exaustauschschüler kennengelernt, der sein Auslandsjahr gar nicht weit von meiner Stadt in Deutschland gemacht hat. Es war super, mal wieder deutsch zu sprechen. Außerdem hat er dieses Autodings, mit dem wir dann rumgefahren sind und es war total lustig, obwohl ich beinahe vor Ansgt gestorben wäre.

NEUER BLOG

Montag, 29.06.2015

Einen schoenen Tag euch allen.

Es tut mir leid, dass ich fuer so lange Zeit nicht mehr geschrieben habe, das liegt daran, dass mein Computer kaputt gegangen ist. Jetzt konnte ich mir endlich einen leihen (der allerdings mexikanisch ist, sodass ich wie ihr vielleicht schon bemerkt habt keine Umlaute mehr schreiben kann) und euch endlich wieder etwas ueber mein Auslandsjahr berichten.

Allerdings habe ich mir ueberlegt, dass dieser Blog schon ziemlich vollgeruempelt ist und weil ich hier ja so wie so in der letzten Zeit nichts veroeffentlicht hab, bietet es sich jetzt an, einen Neuanfang zu machen, sprich einen neuen Blog anzufangen.

Vielen Dank an alle, die es bis hier hin durchgehalten haben. Ich liebe mein Auslandsjahr und freue mich, hier meine Erfahrungen und Gefuehle zu teilen.

Hier verlinke ich euch meinen neuen Blog, auf dem bald wieder neue Fotos und kleine Berichte erscheinen werden.

 

http://rebekkainmexiko.auslandsblog.de/

 

¡VIVA MÉXICO CABRONES!

 

eure Rebekka

 

Übersicht

Dienstag, 08.05.2018

 

Hallo meine Lieben!

Da mein Blog in letzter Zeit so sehr gewachsen ist, hier noch mal eine Übersicht über alle Teile und den Extrareiseblog. Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag!

 

Teil I: 

http://rebekka-in-mexiko.auslandsblog.de/

 

Teil II:

http://rebekkainmexiko.auslandsblog.de/

 

Teil III:

http://rebekka-mexiko.auslandsblog.de/

 

Rebekka reist durch Mexiko:

http://rebekka-reist-durch-mexiko.auslandsblog.de/

 

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